BarTop auch als Jukebox nutzen, aber wie Artwork gestalten?

  • Hallo zusammen,
    da ich hier noch ganz neu bin, will ich mich zuerst kurz vorstellen. Ich heiße Jürgen, bin Jahrgang 1955 und wohne in Bassum bei Bremen. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Automatenthema (Arcade-Automaten, Jukeboxen und Geldspieler), weil ich in jungen Jahren immer mit glänzenden Augen vor diesen Dingern gestanden habe und immer davon geträumt habe, selbst so einen zu besitzen. Nachdem Geldbörse und Zeit es in den letzten Jahren dann möglich gemacht haben, habe ich tatsächlich angefangen, allerdings zuerst mit einem Geldspieler. Dann folgte ein TV-Ideal Twin, aber eigentlich nur, weil ich den zu einer Jukebox umbauen wollte, wobei meine eigene Jukebox-Software zum Einsatz kommen sollte. Da das Ding aber noch lief, BombJack war drin, habe ich es nicht über's Herz gebracht, den umzumodeln. Hab mir stattdessen alles besorgt, um auch meine Emulatoren laufen zu lassen und damit Spass gehabt. Die Jukebox (Wurlitzer, Vinyl-Singles) wurde dann zusätzlich angeschafft. Auch die sollte umgebaut werden, meine Software rein und ne MP3-Box werden, aber, was soll ich sagen, die ging auch noch und Platten waren auch noch vorhanden. Steht jetzt im Wohnzimmer, eiert zwar manchmal etwas, besonders wenn sie noch kalt ist, aber das war in den Kneipen früher auch oft so.


    Da der TV-Ideal aber auf Dauer doch etwas groß war, habe ich ihn wieder verkauft und geplant, doch noch was kleineres selbst zu bauen. Un dann bin ich auf den Selbstbau-Bartop von bencao74 (ArcadeForge) gestossen und habe ihn bestellt. Das wird jetzt definitv meine MP3-Jukebox, mit der aber auch die Emulatoren laufen sollen. Besonderheit ist aber, das meine Software für Touchscreen-Bedienung ausgelegt ist, Monitorabdeckung geht also nicht. Aber das kriege ich schon hin.


    Wichtiger ist aber, und damit kommen wir endlich zum Thema dieses Threads, ich bin, was Artwork angeht, völlig untalentiert. Ich stelle mir vor, dass das Teil an eine OldStyle-Jukebox erinnern soll, schaffe es aber nicht, da selbst etwas zu gestalten. Und nun suche ich Leute mit mehr Talent, die mir da helfen können.


    21:00 BarTop angekommen, "grob" zusammengesteckt, einfach Top das Teil. Sogar ich habe (fast) sofort verstanden, was wie wohin gehört! Großes Lob an bencao74, Super Arbeit. Sauber und passgenau verarbeitet. Und ich hab Schwein, mein 17er Touch-Monitor passt genau ins Gehäuse, muss mir nur noch ne Randverkleidung dafür ausdenken. Als Rechner kommt erstmal ein Asus-Mini-PC rein, später ein Notebook, das ich noch über habe (Akku defekt). Dafür muss ich aber noch einen Kollegen bitten, mir ein paar Drähte an den Ein-Taster zu löten. Für heute ist Schluss, morgen wird verkabelt und ein erster Test mit der Jukebox gestartet.

  • Willkommen im Forum


    Mit der Artwork kann ich dir leider nicht helfen. Bin in der Beziehung ziemlich talentfrei.
    Aber ich würde gerne genaueres darüber erfahren, wie du die Jukebox in Verbindung mit dem Touchscreen realisiert hast.
    Am besten noch mit Bildern.
    Wäre toll, wenn du da was drüber schreiben könntest :)

    Schlechte Angewohnheiten soll man sich abgewöhnen. Ich hab mit der Arbeit angefangen.


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  • Hallo Howei,


    vielen Dank für den freundlichen Empfang! Ja, meine Jukebox, das ist eine unendliche Geschichte. Da ich schon lange eine ansehnliche MP3-Sammlung besitze, wurde ich häufig gebeten, auf Partys doch mal was laufen zu lassen. Wenn ich das dann gemacht habe, gab's aber immer Leute, die was zu mosern hatten. Was spielst'n da, mach doch mal dies oder das und und und ... Das wurde mir irgendwann zu blöd und ich dachte mir, da muss was her, wo die Leute selbst aussuchen, was gerade läuft. Und das leicht zu bedienen ist. Man achte auf meinen Jahrgang, da kommen zu Partys ne Menge Leute, die mit Technik auf Kriegsfuß stehen. Dann hab ich mir die verfügbaren fertigen Lösungen angesehen, gute Sachen dabei, aber irgendwas fehlte mir immer. Schlussendlich habe ich dann selbst was programmiert, und das ist auf Anhieb gut angekommen. Ein Programm halt, das wie die alten "echten" Jukeboxen bedient wird (Drücke B6, wenn Du diesen Titel hören willst). Und das geht am besten mit einem Touchscreen. Kein Schnickschnack, nur das nötigste.


    Ich berichte gerne mehr, aber nicht mehr heute. Wenn ich das hier schaffe, hänge ich noch ein älteres Bild von einer "frühen" Version meiner Box an, obwohl ich damit mit Sicherheit in der "Hall of shame" Lande, was das "Gehäuse" angeht.
    [ATTACH=CONFIG]33435[/ATTACH]

  • So, erst mal der weiter Fortschritt. Habe heute das CP bestückt (1 Player, 6 Buttons) und mit dem KeyStrike verdrahtet. Nach einem kleinen Problem mit dem Stick (Richtungen vertauscht) funktioniert alles. Bin allerdings auch anspruchslos, da ich das CP nur für Mame und später evtl. Project64 brauche. Wichtiger ist mir ja die Jukebox, also hab ich die auch installiert und getestet, funktioniert natürlich, da das ja nur eine reine PC-Geschichte ist. Sieht aber in dem Cab schon cool aus, obwohl noch keinerlei Deko (Licht, Artwork) vorhanden ist. Hier mal ein paar Bilder:


    [ATTACH=CONFIG]33457[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]33458[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]33459[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]33460[/ATTACH]


    Die Jukebox läuft hier etwas anders als auf der alten Box, da hier ja nur ein Monitor vorhanden ist. In der alten Box war der untere Monitor (Touchscreen) das "Bedienfeld", der obere zeigte nur die Songlabels zur Auswahl. Auf dem Cab ist das nun alles zusammengedrängt, es können auch nur weniger Titel pro Screen angeboten werden. Da man aber komfortabel Blätter kann, ist das kein Problem. Auf den Bildern sieht man das Layout der Software, das kann ich aber anpassen, wenn das Layout für das Cab fertig ist.


    Hoppla, bei der Kontrolle der Bilder sehe ich gerade, dass mir in der Jukebox-Software bei der Umstellung auf einen Monitor die Titelanzeige verrutscht ist, das wird natürlich korrigiert. Morgen werde ich mal sehen, ob ich meinen Münzprüfer im Cab unterbringe, sonst läuft die Jukebox erstmal im Partymodus mit einer Code-Eingabe (Gäste kriegen eine Codenummer, mit der sie eine einstellbare Anzahl von Titeln wählen können).


    Und jetzt habe ich vor lauter Begeisterung das wichtigste vergessen. Es geht hier ja immer noch um die "äußere" Gestaltung des Cab's, bin für JEDE Idee und Mithilfe dankbar. Ich möchte das schöne Teil nicht mit irgendeinem von mir zusammengeschusterten Design verschandeln. Dann lasse ich lieber alles weiß.

    Dateien

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  • Hallo NorthstarEX,


    das klingt gut, an so etwas habe ich auch schon gedacht. Aber ich habe keine Ahnung, wie man das umsetzt. Selbst entwerfen kann ich nicht, und aus Bildern/Grafiken zusammenflicken?

  • NorthstarEX - Super, die Layouts auf Deiner Seite. Sowas im Wurlitzer-Look wäre der Hammer.


    Muss mir jetzt aber erstmal die Schweißperlen abtupfen. Hab gestern Abend noch n bischen am Cab rumgebastelt, Lautsprecher etc. Anschließend gingen Buttons und Joystick nicht mehr. Gerätemanager kannte KeyStrike, behauptete aber, es sei kein Treiber installiert. LED am KeyStrike an. Ab- und anstecken hat nichts gebracht, USB-Port wechseln auch nicht. Zweiter Rechner gleiches Problem. War schon überzeugt, dass ich das Teil abgeschossen hatte.
    Heute Morgen hab ich dann mal spaßeshalber den KeyStrike-Manager installiert, und siehe da, es funkt! Aber nur, wenn KeyStrike-Manager gestartet wurde. Keine Ahnung, was ich da geschrottet habe.

  • So, hier mal die ganze Historie. Achtung, ist ne längere Geschichte.


    Die Box-Story


    Wie alles begann


    Mit wachsender MP3-Sammlung wuchs der Wunsch, diese auch auf Partys etc. einzusetzen und damit die Stimmung zu heben. Aber von vorne herein war klar, es musste eine besondere Form der „Präsentation“ sein. Nur einfach irgendwo einen PC hinstellen und alle fummeln mit Maus und Tatstatur daran rum, das kam nicht in Frage.
    Die ersten Versuche liefen so: PC im Büro, Videosender am TV-Ausgang. Auf der 80’er Röhre im Wohnzimmer lief dann die Show. Diashow mit Musik, Visualisierung der unterschiedlichen Player usw. Aber das war ein ständiges hin- und her- gerenne. Die Bildqualität war mies, Texte wie Titel und Interpret konnten nicht anständig gelesen werden, irgendwie war das nicht die Lösung.
    Wegen der Musiksammlung wurde ich dann gebeten, auch mal „außer Haus“ aufzulegen. Also Laptop, Verstärker, Boxen, jede Menge Kabel usw. schleppen. Ein 25er CD-Wechsler war auch noch dabei, manchmal bringen die Gäste ja auch noch was mit, damals eben häufig noch auf CD.


    Jetzt war aber doch der Zustand erreicht, der eigentlich nicht eintreten sollte (s.o.). Eine große Traube teilweise angetrunkener Gäste hantiert mit dem nicht billigen Equipment. Und wenn man sie wegscheucht und selber aussucht, meckert immer mindestens die Hälfte über die blöde Mucke. Das ging so nicht weiter.


    Die Idee


    Wie war das denn früher in einer Kneipe? Als kleiner Dreikäsehoch bekam ich immer ein paar Groschen in die Hand, wenn wir in einer Gaststätte weilten. Den an der Wand stand so eine Kiste, die mich magisch anzog: eine JUKEBOX. Das wäre die Lösung aller Probleme. Jeder sucht sich selbst was aus, alles ist relativ robust verpackt und (fast) jeder kann das auch bedienen.
    Aber wie so etwas realisieren? Was wird gebraucht?
    - Ein dekoratives, aber robustes Gehäuse
    - Die „innere“ Technik, also PC, Verstärker usw.
    - Eine Software, mit der man so etwas machen kann
    - UND: wie bedient man das? Mit Tastern, Joystick, Trackball, …?


    Bis auf die „innere“ Technik, die ja schon vorhanden war, musste alles andere erst mal gefunden bzw. gelöst werden. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade meinen ersten „Pocket-PC“ erstanden hatte (einen Palm Zire 71, der wegen fehlender Software-CD verschleudert wurde), war die Frage der Bedienung eigentlich schnell geklärt: ein Touchscreen wäre ideal!
    Also ab in die Bucht. Da gab es so etwas massenhaft, aber die Preise! Nach langer Suche habe ich dann aber doch einen erschwinglichen gefunden, allerdings nur 10 Zoll. Aber das war immerhin ein Anfang.
    Als nächstes sollte die Software gefunden werden. Das konnte doch nun dank Internet und der G-Suchmaschine kein Problem sein. Dachte ich. Aber jetzt kamen meine Ansprüche und ganz speziellen Vorstellungen ins Spiel. Hier mal eine kleine
    Liste der „Minimalanforderungen“:


    - Touchscreenfähig, logisch
    - „Einfachst“ zu bedienen, auch von PC-Verweigerern
    - Schnell, auch einer größeren MP3-Sammlung gewachsen
    - Komfortable Suchmöglichkeiten
    - Partysicher, Gäste dürfen nicht beenden usw.
    - Begrenzung der Titel pro Gast (sonst bestimmt einer die gesamte Stimmung)
    - Stabil. Und wenn doch mal was passiert, muss beim Neustart die Playlist noch da sein
    - Natürlich eine dekorative, anpassbare Oberfläche
    - Ausbaufähig (PlugIn’s o.ä.), um Spielereien? zu realisieren
    - Zukunftssicher auch für kommende Betriebssysteme
    - Und, und, und…


    Ganz wichtig war auch, dass die Oberfläche sich irgendwie an den alten Jukeboxen orientiert. Damit auch die älteren noch klarkommen, weil sie das von früher kennen.
    Um es kurz zu machen, ich habe eine Menge gefunden. Viel weniger oder gar nicht brauchbares, aber auch ganz tolle Sachen. Aber leider war nichts dabei, was allen meinen Anforderungen entsprach. Häufig fehlten wichtige Knackpunkte. Vieles war viel zu verspielt, zu unübersichtlich. Häufig zwar mit Touchscreen zu bedienen, aber nicht konsequent. Ich nenne hier bewusst keine Namen, weil ich nichts und niemanden zu nahe treten will. Ich habe sehr schöne Programme gesehen, einige auch ganz Dicht an meinen Vorstellungen. Aber irgendetwas fehlte mir immer. Der wichtigste Punkt, an denen die meisten Programme scheiterten: Es wird überwiegend mit einer Auswahl gearbeitet, die sich an Alben orientiert. Schicke Übersichten mit Covern etc. Meine Sammlung besteht aber überwiegend aus Einzeltiteln, teilweise uralt. Das passte irgendwie nicht.


    Die Realisierung Teil 1


    Also war klar, ich musste in den sauren Apfel beißen und mir selbst etwas stricken. Und da ich SEHR ungeduldig bin, musste das auch sehr schnell gehen. Daher erschien mir Visual Basic ideal, damit konnte ich ganz fix was zum Laufen bringen. Mit dem Eintreffen des Touchscreen war dann auch die V0.1 Beta von „Jürgen’s JukeboX“ fertig. Rechner an, Import starten und los geht’s. Ja, das war das richtige Prinzip, sogar meine Frau, die mich während der Entstehung teilweise einweisen wollte, war plötzlich ganz angetan. PC liegt ihr nicht so, aber so machte sie auch Musik.


    Aber, neben vielen Kleinigkeiten, es gab auch noch größere Wünsche. Erstens fehlte natürlich noch das „dekorative“ Gehäuse, und zweitens war der 10Zöller doch etwas zu klein. In heftigen Diskussionen mit der Finanzministerin wurde ein weiteres Budget für einen größeren Touchscreen erstritten, einen 15-Zoll gebraucht, auch aus der Bucht. Das sah schon viel besser aus.


    Jetzt lag die erste Party an. Schnell wurden Codezettel gedruckt, jeder Gast konnte pro Code drei Titel wählen. Den Gästen wurde gebeichtet, dass sie als Beta-Tester herhalten mussten. Und siehe da, die Party war ein voller Erfolg. Nach anfänglichem Zögern kam die Sache in Schwung, ich musste weitere Codes ausgeben. Die Stimmung war Super, fast alle kamen sofort klar, und wer das nicht gleich raffte, dem wurde von anderen Gästen geholfen. Ich konnte mich voll auf die Bewirtung konzentrieren, eine „technische Betreuung“ war nicht nötig. Am Schluss wurden mir Termine genannt, bei denen ich mit meiner Box zu erscheinen hätte.


    Die Realisierung Teil 2


    Und damit waren wir dann auch beim zweiten größeren Problem, dem Gehäuse. Noch war alles ein Sammelsurium von Einzelkomponenten.
    Mittlerweile hatten sich drei mögliche Varianten herauskristallisiert:


    - Eine alte Originaljukebox finden, ausschlachten und umbauen
    - Eine Arcade-Spielkonsole umbauen
    - Ein kompletter Eigenbau


    Den kompletten Eigenbau schloss ich erst mal aus. Ich habe leider, was handwerkliche Dinge angeht, zwei extrem linke Hände. Ich fand (und kaufte) dann eine erschwingliche Arcade-Konsole (TV-TwinLiner), aber da gab es mindestens zwei Hürden: Der dicke Röhrenmonitor, und das Ding lief noch perfekt! Sollte ich das kaputt machen? Nee, das ging gar nicht. Also ab in die Ecke und ab und zu mal ein bisschen Zocken. Ein Originalspiel war dabei (Bomb Jack), außerdem konnte ich über das Jamma-Interface meine Mame-Spiele darauf laufen lassen. Und nun?


    Also suchen wir ein gut erhaltenes Jukebox-Gehäuse. Ok, so viel zur Idee. Aber was da zu finden war, war entweder so „restaurierungsbedürftig“, dass es für mich nicht in Frage kam (Hände!), oder die Dinger liefen noch und waren ziemlich teuer. Gut, nun steht auch eine Wurlitzer Lyric bei mir zu Hause, ist der Hingucker und läuft wunderbar, allerdings mit Vinyl und nicht mit MP3. Hundert Singles sind aber für eine anständige Party nicht genug, zumal man die „B-Seite“ häufig vergessen kann. Und zwischendurch umrüsten und neu beschriften hebt die Stimmung auch nicht.


    Was aus meiner Liste oben übrig blieb, machte mir schlaflose Nächte. Ich speckte meine Vorstellungen ab. Ein kleiner Servierwagen wurde untenrum mit Sperrholz und schicker Folie verkleidet. Da konnte dann unten ein Teil der Technik rein. Oben drauf der PC und der Touchscreen, fertig war die „kleine“ Variante. Ein kleiner Gimmick war noch eine WebCam, die die Gäste knipste, wenn sie einen Title wählten. Dieses Bild wurde dann eingeblendet, wenn der Titel lief. So war der „schuldige“ immer schnell gefunden.


    Ich erzählte jedoch nach wie vor jedem, dass das ja eigentlich nur ein Kompromiss war und ich natürlich lieber was Besseres hätte, aber…
    Irgendwann hat dann mein Sohn einem Kumpel von meinem Projekt erzählt und im die Software gezeigt. Daraufhin bot der an, mir mit meinem Sohn zusammen ein Gehäuse zu bauen. Er hatte schon mal eine mobile Box für Kohlfahrten etc. gebaut, die war wohl gut angekommen. Also hab ich mich hingesetzt und eine Zeichnung gemacht und die geplanten Dimensionen draufgepinselt. Ich war inzwischen zu dem Entschluss gekommen, dass in so eine Box zwei Monitore gehören. Einer oben als reines Display, der Touchscreen wie eine Tastatur schräg davor. Das ließ mir mehr Platz, auf einem Monitor ging es mir zu eng zu (möglichst viele Titel, Cover, Visualisierung, Bedientasten usw.). Ich rückte die notwendige Knete für den Start raus und wartete…


    Und wartete… Nach Wochen, oder waren es schon Monate, bekam ich ein Bild auf dem Handy meines Sohnes zu sehen. Es handelte sich lediglich um ein Gerüst aus Dachlatten auf Rädern, das immerhin schon mal die Monitore aufnehmen konnte. Und dann passierte einfach nichts mehr. Irgendwie hatten die Jungs die Motivation verloren. Und dann noch Beruf, Familie bzw. Freundin, es ging nicht weiter.


    Die Realisierung Teil 3


    Anfang November habe ich die Aktion dann abgebrochen. Ich holte alles, was bisher entstanden war, nach Hause. Ich hatte ein wahnsinniges Vorhaben, ich wollte es selbst zu Ende bringen. Mein Sohn hatte ein schlechtes Gewissen und bot sich an, mir einen ganzen Samstag lang zu helfen. Und zwar am NÄCHSTEN Samstag.


    Gesagt, getan. Samstagmorgen wurde die Garage ausgeräumt. Mein Sohn rückte mit Familie an, Frauen und Enkelkind wurden shoppen geschickt. Und dann legten wir los. Da mein Sohn einige meiner Gene hat, ist das mit dem Handwerk bei ihm auch so eine Sache. Aber davon ließen wir uns nicht entmutigen. Unserem alten Wahlspruch „heute pfuschen wir mal nich ganz so doll“ treu, legten wir los. Gegenüber unserer anfänglichen Planung machten wir natürlich jede Menge Kompromisse, so wurde auf das ausfräßen der Monitoreinfassungen verzichtet. Ich hatte das nämlich noch nie gemacht, mein Sohn hatte es nur einmal vorher versucht, nach seinen eigenen Worten mit einem katastrophalen Ergebnis.
    Und, was soll ich sagen, um 17:00 Uhr stand da etwas in der Garage, was von meinen ursprünglichen Vorstellungen gar nicht sooo weit entfernt war. Natürlich durfte man nicht so genau aufs Detail gucken, aber… Und außerdem wollten wir ja sowieso noch alles verkleiden, dann sieht man die krummen Kanten etc. auch nicht mehr.


    So, das ist der aktuelle Stand der Dinge. Wegen meiner Ungeduld wollte ich dann am Sonntag schon mal einen ersten Test machen, auch wenn die Box noch aussieht, als ob sie aus Abfallhölzern zusammengezimmert wurde. War aber dann doch nichts, die Jungs hatten vergessen, mir die Netzteile für die Monitore zurückzugeben. Ich konnte das aber dann am Montag nachholen, die teile waren wieder aufgetaucht.
    Natürlich gibt es noch viel zu tun, angefangen mit der Verkleidung. Da bin ich noch etwas unentschlossen, Folie, Stoff, Plexiglas? Das wird sich finden. Am besten würde es mir natürlich gefallen, wenn die Box einer realen Jukebox ähnlich sähe. Und Lichteffekte, möglichst vom Rechner gesteuert, und Mame, und, und, und!


    Ach so, und dann habe ich noch versucht, auch noch einen CD-Wechsler in das Projekt zu integrieren. Erste Versuche mit dem schon erwähnten 25-er Wechsler scheiterten an der Tatsache, dass er den Geist aufgab, nachdem es mir gelungen war, in über ein Interface vom Elektronikmarkt anzusteuern. Dann ersteigerte ich in der Bucht einen 200-er Wechsler, fast neuwertig. Nach einer weiteren Investition in eine Infrarot-Steuerung per USB kann ich den jetzt auch ansprechen. Allerdings geht der Einsatz gemischt mit den MP3’s nicht. Ich weiß ja nicht, wann ein gestarteter Titel zu Ende ist, da ich keine Rückmeldung bekomme. Hier suche ich immer noch einen Elektronik-Bastler, der da was zu erschwinglichen Kosten realisieren kann. Der Player ist von Sony und hat auch eine Schnittstelle (S-Link o.ä.), aber ich komme mit der nicht zurecht. Und richtig löten und solche Dinge finden für mich ohnehin in einer anderen Dimension statt.


    Edit: So, irgendwann war dann auch das äußere der Box fertiggestellt. Alles mit Boxenstoff verkleidet, Klebefolie im Alu-Look, ein paar soundgesteuerte LED-Leisten usw. und das ganze sah ganz anständig aus. Nicht genau das, was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte, aber immerhin. Alles drin, man braucht nur eine Steckdose. Fahrbar, zur Not mit größerem PKW transportierbar (Ober- und Unterteil können getrennt werden, bunt und laut.


    Nur um das klar zustellen: Das ist die Historie der "alten" Box, siehe Post #3. Hier geht's jetzt darum, das ganze zukünftig in einem BarTop unterzubringen, der aber auch als Spielkonsole genutzt werden soll. Artwork sollte aber mehr Jukebox als Arcadeautomat sein.

  • Ok, also alles von grund auf selbst programmiert?
    Ich habe auch schon selbst über so etwas nachgedacht. Vielleicht ein altes Tablet als "Bedienpult" und nen 17" Monitor als Anzeige.
    Allerdings hab ich noch nicht genauer drüber nachgedacht, wie das programmiert werden kann. Deswegen meine Frage nach der Realisierung des ganzen.

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  • Howei: Die Programmierung war eigentlich nicht sonderlich aufwändig (für die Grundfunktionen), allerdings auf der Basis eines Touchscreen, den Windows (XP,7,8) automatisch oder über entsprechende Treiber erkennt. Dann wird ein "Tippen" als Klick und ein längeres "Halten" als Rechtsklick interpretiert und damit kann man jede Programmiersprache verwenden, die mit einer Maus klar kommt. Bei einem "älteren Tablet" wird's wohl schwieriger werden, das muss ja erstmal von Windows erkannt werden.

  • Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, die ich auch schon realisiert habe. Wenn ein Android-Tablet vorhanden ist und per WLAN mit dem Rechner verbunden ist, auf dem die Jukebox läuft, kann man die Jukebox auch mit dem Tablet steuern. Entweder, indem man die Oberfläche der Jukebox auf dem Tablet spiegelt (SplashTop, Teamviewer), oder besser mit einer selbst programmierten App. Ich habe das mit B4A (Basic for Android) gemacht. Titelliste auf das Tablet geladen und dann mit TCP Abspielkommandos an die Box senden. Damit ist es natürlich auch denkbar, auf dem Tablet nur das ControlPanel zu programmieren.

  • Ja, das Tablet nur als grafische Tastatur für die Jukebox zu "missbrauchen" war mein Gedanke.
    Ich sehe, da liegt noch viel Arbeit vor mir. Besonders das Programmieren.
    Aber danke für die Grundideen. Muss mal tiefer drüber nachgrübeln. :)

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  • Hallo Howei,


    es gibt für Android die Software iDisplay. Damit machst Du dein Tablet oder Smartphone zum zweiten Bildschirm für den Desktop-PC (Windows, Mac). Ich werde das als "animiertes Marquee" nutzen. Man kann damit aber auch den Desktop steuern!