Hantarex polo 2 15/25 - schwarze Streifen im Bild

  • Für einen 28 Zöller sind 107V bei 15K zu wenig.
    Aber ich kann mich hier nicht festlegen.
    Wie sieht es mit den anderen Spannungen aus dem Netzteil aus, die 16 und 25?
    Die müssen passen.

    Vacuum-Fachverkäufer


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    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • Hallo Winni,
    jetzt hab ich auch die kleinen Spannungen vermessen und diese passen (17V/27V):



    die Eingangsspannung im CRT-Board passt allerdings nicht - hier liege ich deutlich unter den 200 V (jedoch konstant ohne Ripple) - ich werde von dort mal rückwärts durch den Schaltplan messen.


    Danke & Gruß
    Raphael

  • Somit ist das Netzteil außen vor.
    Vielleicht ist es hier konstruktiv bedingt völlig richtig so. Es gibt ja so viele verschiedene Versionen.
    Funktionieren wird die Videoendstufe auch mit noch weniger Spannung, es gibt (bei anderen Chassis) Konzepte mit um die 100V.
    Aber ich kenne es halt nur so. daß ein solches Polo 200V dort stehen hat.
    Und die Spannung ist sauber, nicht verbrummt. Also kommen die Streifen auch nicht dort her.
    Ich vermute hier die Austastschaltung, schaue mal am Steuergitter der Röhre das Austastsignal an.
    Wenn das auch sauber ist, also nur genau einen negativen Impuls zur Dunkeltastung anstehen hat, dann hast Du evtl. ein völlig anders gelagertes Problem.
    Hier das Bild eines ähnlichen Fehlers

    Das war bei einem ähnlichen Chassis aufgetreten.
    Sekundär konnte man am Zeilentrafo Folgendes sehen:



    Hier nochmal mit höherer Auflösung zur Verdeutlichung:


    Diese Schwingungen waren der H-Ablenkung überlagert.
    Sie bewirkten damit eine Modulation der eigentlichen Ablenkung.
    Hier waren alle Anschlüsse an der Röhre sauber, nirgendwo diese Schwingungen zu sehen.
    Also keine Helligkeitsmodulation.


    Des Rätsels Lösung: Die Ablenkung wurde hier in ihrer Geschwindigkeit moduliert (!).
    Und unterschiedliche Geschwindigkeiten ergeben nunmal unterschiedliche Helligkeiten.


    Die Fehlerquelle war in der Beschaltung der Linearitätsspule zu suchen.
    Diese Induktivität liegt ja in Serienschaltung im Ablenkkreis und wird üblicherweise mit einer RC-Kombination oder einem Parallelwiderstand bedämpft.
    Und genau dort war ein Bauteil ausgefallen, die Spule tat nun genau das, was jede Spule jetzt tun würde :-)
    Sie wurde bei jedem Schaltvorgang angestoßen und schwang mit einer Frequenz im Mittelwellenbereich nach der E-Funktion aus (Eigenresonanz).
    Das beeinflußte nun die Ablenkung!
    Das war damals eine nette Sucherei....sowas vergißt man dann nicht mehr ;-(


    Schau mal in diese Richtung....zum Testen die Lin-Spule einfach brücken.

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    Einmal editiert, zuletzt von winni ()

  • Hallo Winni,
    vielen Dank - durch deinen letzten Hinweise konnte ich den Fehler auf dem Oszi aufnehmen - hier ist das Signal von G1.
    Durch Hochdrehen des Reglers Helligkeit am Trafo kommen die drei Peaks (entspricht den 3 Streifen im Bild) im G1-Signal zum Vorschein (bisher hat man wegen mangelnder Helligkeit nur einen Peak im Oszi gesehen)
    So jetzt weiß ich, dass die Spannung an G1 periodische Einbrüche hat und der Fehler ist gefunden- die Frage ist nun was ich dagegen tun kann :-)









    Gruß
    Raphael

  • Und hier wird es schwierig. Du siehst die Auswirkung eines Fehlers, der aber noch gefunden werden will!
    Die Rücklaufaustastung liefert diese überflüssigen Impulse, das dürfte klar sein.
    Ist dieser Fehler von selbst aufgetreten, so quasi aus heiterem Himmel?
    Oder hast Du irgendwas daran gemacht, z. B. den Zeilentrafo getauscht?
    Die Schaltung der Rücklaufaustastung bei diesen Polo ist recht verzwickt.
    Die Information für die Rücklaufaustastung wird für H aus dem Zeilentrafo abgeleitet.
    Von Pin 6 des Trafos wird über die Kombi aus R145, 147 und C105 ein negativer Rückschlagimpuls an die Basis des T21 geführt.
    Dort ebenfalls die vertikale Austastung, kommend von der vert. Endstufe, mit R126 aufgeklemmt.
    An Pin 6 ist jetzt bereits der Impuls mit Überschwingern zu sehen.....vermute ich mal.
    Und genau DAS ist Dein Problem!
    Diese Überschwinger takten jetzt genau wie der erste, große richtige Impuls auch den T21....so ist das Ergebnis am G1 der Röhre sichtbar.
    Und führt zu unerwünschten Zeitpunkten zur Dunkeltastung. Am linken Rand, also zu Beginn des Hinlaufes. und nicht nur während des Rücklaufes.
    Genau das hatte ich befürchtet und bis heute keine wirkliche Beseitigung dieses Fehlers erreichen können.
    Klemmt man die Leitung für H-Blanking ab, so verändert sich der komplette Spannungpegel am G1, und die vert. Austastung fällt ebenfalls aus.
    Ich hatte Erfolge erzielen können, indem ich eine Zenerdiode in Sperrichtung in die Leitung "H-Blanking" geschaltet hatte.
    Je nach Situation ein Wert zwischen 18 bis 38V verbesserte die Situation deutlich. Obwohl der Impuls längst nicht diese Spannung hat.
    Ziel wäre es nun, die weiteren unerwünschten, und in ihrer Amplitude kleineren Impulse damit auszublenden.
    Ebenfalls half auch schon, den C105 zu entfernen.
    Zeilentrafos als Nachbau vom Chinamann haben mir mit genau dieser Erscheinung schon mehrfach Kopfschmerzen bereitet.


    Wenn Du nun aber nichts am Setup geändert und trotzdem diesen Fehler hast.....bleibt nur Rätselraten.
    Möglicherweise hilft ein Tausch der beiden Kondensatoren im Ablenkkreis, die immer wieder ausfallen.
    C101 mit 3,9nF und C99 mit 5,6nF, beide 1600, besser 2000 V Spanungsfestigkeit. Die führen gerne zu Totalausfällen der Ablenkung.
    Ich habe mir bis jetzt nie wirklich Gedanken über die genaue Funktion dieser Austastschaltung gemacht.


    Vielleicht weiß auch jemand anderes hier Rat.
    Bei einem funktionierenden Polo gibt es jedenfalls keine solchen Überschwinger....also verdächtige ich eigentlich nicht die Austastschaltung als solche.
    So bleibt mir nur die (berechtigte) Vermutung, daß hier irgendeine unbedämpfte Schwingung aus der H-Ablenkung das System stört.


    Gruß
    Winfried

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    Einmal editiert, zuletzt von winni ()

  • Dann schaue mal, was dort schon ersetzt wurde....möglicherweise ist der ZTR ein Chinanachbau....dann brauchst Du nicht mehr weiter forschen ;-)

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  • Hallo Winni,
    vielen Dank für dein Hilfe - der letzte Hinweis (und der doch recht schnelle Zeitbereich der Störimpulse) hat mich zum Austausch des ZTR bewegt.
    Dadurch konnte ich das Problem beheben. Dem fehlerhaften ZTR kann ich allerdings nicht ansehen, ob er ein Nachbau ist.



    Gruß
    Raphael

  • Danke für die Rückmeldung.... beim Polo ist es dann wohl offensichtlich der ZTr.
    Der ist ja nicht wirklich kaputt, hier entstehen in der Schaltung Überschwinger durch mangelhafte Dämpfung.
    Möglicherweise haben ein oder mehrere Kondensatoren in der integrierten Hochspannungskaskade Kapazitätsverlust.
    Nur so kann ich mir diese Erscheinung erklären. Original Diemen HR7191 hilft. Mal schauen, wie lange das Original noch zu erwerben ist.
    Gruß
    Winfried

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  • Hast Du das Original eingebaut oder einen Nachbau?

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