Beiträge von Clyde

    Drück einen Knopf während das Spiel startet (am besten wild drauf herumhämmern, weil das Zeitfenster kleiner ist, als die Aufforderung dazu auf dem Bildschirm steht), um in das Runcommand-Menü zu kommen. Wähle dort "Launch with verbose logging" aus. Nachdem Du wieder in Emulation Station bist – nach Beenden des Spiels bzw. automatisch, weil es gar nicht erst startete – guck Dir die Datei /dev/shm/runcommand.log an bzw. zeige sie uns.

    Ich habe mir Anfang 2018 daraus ein Cab gebaut und bin bis heute damit sehr zufrieden. Hier ein paar Bilder und Infos über den Bau: Upright Cabinet im Asteroids-Design aus A4Y-Bausatz


    Allerdings sollte man den Bausatz nicht für 599€ bei Amazon kaufen, wenn es ihn auf der deutschen Herstellerseite für 499€ + 43,20€ Versand gibt: https://arcade4you.de/produkt/…-cabinet-upright-bausatz/


    Ein paar Nachteile, die mir aufgefallen sind:

    • Das Cab hat keine Rillen für T-Moldings.
    • Für zwei Erwachsene nebeneinander ist das Cab etwas schmal.
    • Das Control Panel ist fest installiert, also nicht aufklappbar wie bei anderen Cabs. Dafür ist das Cab unterhalb des CP offen. Manche mögen das nicht, ich schaue dagegen gerne auf der Couch sitzend in das Innenleben des Cabs aus Drähten und LEDs. 🤓
    • Die vorgebohrten Löcher für die Schrauben der Joysticks sind auf Zippy-Joysticks zugeschnitten. Ich musste sie für meine Ultimarc Mag-Stik Pro Joysticks etwas nach innen aufbohren. Aber das ist halt dem fehlenden Standard zwischen den Joystick-Herstellern geschuldet.
    • Ein Regalbrett im Unterbau hinter der Tür des Kickplates wäre schön.

    Das sind aber Kleinigkeiten, die meine Freude an dem Cab nicht bedeutend schmälern. In wichtigen Punkten wie Stabilität und einfachem Aufbau punktet der Bausatz auf jeden Fall.


    Wer weitere Bausätze sucht, kann auch mal auf https://www.arcadeworlduk.com/…rcade-flat-pack-kits.html gucken – möglichst noch vor dem Brexit. 😉

    Hallo Helle90,


    Habe via Winipac den IPac konfiguriert. Jedemn Eingang auf dem IPac habe ich als „key“ bzw. Tastatur getriggert. Habe jedem Eingang nen Buchstaben im Sinne von einem Schalter zugewiesen. Alle Knöpfe werden erkannt - in der Button Zuweisung in RetroPie kann ich einen Spieler komplett belegen. Weiß nicht wo ich den 2. Spieler konfigurieren kann, sodass das tastaturlayout von Spieler 1 nicht überschrieben wird...

    als kurze Einleitung: Die Emulatoren von Retropie teilen sich in zwei Gruppen, einmal alle Retroarch-Emulatoren (sog. „Cores“, also Kerne) und zum anderen alle anderen. Retroarch hat den Vorteil, dass Du z.B. die Steuerung einmal für alle Cores einstellst (einzeln pro Core oder sogar Spiel geht auch, aber das ist ja hier – erstmal – nicht Thema). Die Nicht-Retroarch-Emulatoren stellen sich ggf. völlig anders ein, daher würde ich es hier erstmal nur auf das übliche Retroarch beschränken.


    Zur globalen Einstellung von Retroarch kommst Du über das Menü „Retropie“ und dann den Punkt „Retroarch“. Der startet die Retroarch-eigene Bedienoberfläche zur globalen Einstellung. Dort gibt es im Menü „Settings“ den Punkt „Input“, der seinerseits Unterpunkte für die spielerunabhängigen Buttons und davon getrennt die Buttons für jeden Spieler hat. Am Ende speicherst Du die Einstellungen im „Main Menu“ unter „Configurations“.


    Warst Du bereits dort? Wenn nicht, könnte das Deine Lösung sein. Wenn doch, beschreib mal genauer, was Du dort ggf. schon versucht hast, einzustellen.


    Bei Joysticks, die sich als Game Controller am System anmelden, konfiguriert Retropie die Buttons für die Spieler meist automatisch. Leider habe ich kein IPAC und weiß nicht, wie es damit ist.


    Eine Frage nebenbei: Welche Version von Retropie und Retroarch hast Du? Die aktuelle ist Version 4.4 mit Retroarch 1.7.3. Ich frage, weil sich die Button-Konfiguration von Retroarch von Retropie 4.3 zu 4.4 in ein paar Punkten geändert hat.


    Tipp am Rande: In einem laufenden Spiel kommst Du in die Retroarch-Einstellungen, indem Du die Buttons „Coin/Select“ und „X“ gleichzeitig drückst. So kann man z.B. für einzelne Spiele eigene Einstellungen vornehmen.


    Das ganze läuft ohne Münzeinwurf - lediglich über RetroPie...

    Dann bedeutet „Münzeinwurf“ einfach nur den Druck auf den Coin/Select-Button. Und wie Winni schrieb, musst Du bei den typischen Arcade-Spielen genügend virtuelle „Münzen“ einwerfen. Manche Spiele trennen sogar die Münzslots nach Spielern, sodass Du ggf. für weitere Spieler auf deren Coin/Select-Buttons drücken musst, um für sie virtuelle Münzen einzuwerfen.

    Noch ein paar Nachträge:

    • Ich habe mit ArcadeWorld ebenfalls (wie maluchos) bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Sie haben ein großes Sortiment, eine m.E. benutzerfreundliche Webseite und liefern in phänomenal kurzer Zeit nach Deutschland. Nur wenn ein Artikel vorübergehend ausverkauft ist, kann es je nach Produkt Wochen (Kleinkram) bis Monate (DIY-Cabs) dauern, bis es wieder lieferbar ist. Dabei sollte man immer wieder selbst bei AWUK nachschauen, die Benachrichtigungsfunktion war bei mir immer sehr unzuverlässig. Auch Rücknahmen gingen problemlos, allerdings ist das Rückporto nach UK ziemlich happig. Meine Erfahrungen beziehen sich auf Kleinkram wie Joysticks, Buttons, Kabel und LED-Adapter, nicht auf große Sachen wie die DIY-Cabs.
    • Joystick-Adapter: Sie haben vor allem den Vorteil der Bequemlichkeit. Einfach die Kabel der Joysticks und/oder Buttons feststecken oder -schrauben und den Adapter in den USB-Port stecken, fertig. Die üblichen Adapter (Recherche!) werden von dem auf Raspbian-Linux basierenden Retropie automatisch erkannt und je nach Modell als Game Controller (HID = Human Interface Device) oder Tastatur erkannt. Ich kenne die etwaigen Vorteile des direkten Anschließens an das GPIO des Pi nicht, außer vielleicht der besseren Programmierbarkeit durch Skripte u.ä. und dem Wegfall eines „Vermittlers“ zwischen Controller und Pi, wobei gute USB-Adapter auch keine nennenswerte Verzögerung haben sollten (sog. Zero Delay Encoder).
    • Der 16. Button: Manche Spiele unterscheiden die Coin Buttons der Spieler, sodass z.B. Coin 1 nur Credits für den 1. Spieler hinzufügt (oder Health bei Gauntlet). Da braucht man eventuell einen Coin Button pro Spieler, wenn man das nicht irgendwie softwaremäßig löst. Da mein Cab einen CB pro Spieler hat, habe ich mich damit nicht weiter beschäftigt.
    • Zur Joystick-Wahl kann ich dieses Video empfehlen, das eine gute Anzahl der üblichen Hersteller und Modelle vorstellt. Meine Wahl fiel letztlich auf den Mag-Stik Plus von Ultimarc, den man durch Hochziehen und Drehen zwischen 4 und 8 Wegen umschalten kann (letzter Joystick im Video). Der Tester meint zwar, es reiche einer davon in einem 2P-Cab neben irgendeinem anderen 8-Wege-Stick, weil die meisten 4-Wege-Spiele keinen simultanen Mehrspielermodus haben. Ich habe aber zwei davon, um z.B. auch 4-Wege-Spiele mit Dual-Steuerung wie Crazy Climber gut spielen zu können. Außerdem mag ich keine optische Asymmetrie.

    Letztlich ist der „richtige“ Joystick genauso Geschmacksfrage wie CRT vs. TFT. Du kannst (und solltest) Dir Rat von anderen holen, aber letztlich muss das Ergebnis Dir gefallen.

    Hi,


    ich komme etwas spät zur Party, weil ich das Forum nur unregelmäßig lese, möchte aber noch ein paar eigene Erfahrungen von meinem eigenen Selbstbauprojekt teilen:

    • Mein Cab hat einen nicht übertaktenten Pi 3B (ohne Plus) und bis auf wenige Ausnahmen laufen meine Spiele für MAME 2003 und diverse 8- und 16-Bit Spielekonsolen ohne spürbare Latenz. Ich bin allerdings schon 47 und habe daher wahrscheinlich selbst schon etwas Latenz. ;) Ich schließe ein späteres Hardware-Upgrade nicht aus, sehe aber im Moment keinen Anlass dazu.
    • Die Standard-Shader von Retropie sind tatsächlich etwas langsam, viel besser sind diese Shader von einem Community-Mitglied, die inzwischen auch in das offizielle Retropie Git-Repository aufgenommen wurden. Selbst mit deren „Curve“-Variante, die das Bild CRT-mäßig wölbt, habe ich in Tests keine Geschwindigkeitseinbußen bemerkt, ganz im Gegenteil zur Curved-Variante des Standard-Shaders.
    • Retropie hat den großen Vorteil, bereits mit zig vorkonfigurierten Emulatoren daherzukommen, zu denen man über sein Setup-Menü ganz einfach noch weitere optionale und experimentelle hinzufügen kann. Sein ebenfalls austauschbarer Frontend „Emulation Station“ kann mit vielen Themes sehr unterschiedlich gestaltet werden.
    • Da es Retropie auch für andere Systeme gibt, ist man nicht für immer an den Pi gebunden und kann ggf. später relativ einfach sein Retropie-System auf einen schnelleren Rechner übertragen. Ich würde da wie funkybunch zu Linux raten, hardwaremäßig allerdings eher zu einem modernen stromsparenden Kleinrechner als zu einem alten Stromfresser greifen.
    • Die zwei größten Vorteile von Retropie sind für mich allerdings deren extrem aktive und freundliche Community, die mich abseits aller technischen Gründe auf absehbare Zeit bei diesem System hält. :pro:
    • Als Alternative zu Lack kann ich Autofolie empfehlen. :) Mehr dazu in meinem Thread.

    So oder so viel Spaß bei Deinem Projekt! Mache es in Deiner eigenen Wohlfühlgeschwindigkeit ohne es schleifen zu lassen. Wenn Du noch Fragen zu Retropie hast, immer her damit. Ich beschäftige mich seit über einem halben Jahr ziemlich intensiv damit und bin auch im offizielen Forum unterwegs, ebenfalls als Clyde.


    Gruß
    Clyde

    Danke, dann ist es zumindest nicht mehr so verwunderlich. Bei fälschungsgefährdeten Produkten wie Speichermedien rate ich prinzipiell zu Markenprodukten von deutschen oder europäischen Fachhändlern. Lieber etwas mehr Geld ausgeben (wenn man es kann) und dafür eher gute Ware erhalten (ich gehe sogar noch weiter und bestelle vornehmlich bei mittelständischen Händlern, um diese zu unterstützen, aber das entspringt eher meinem Idealismus als meinem Qualitätsanspruch).


    Natürlich können Fälschungen auch dort auftauchen, aber ich halte das Risiko für bedeutend geringer als bei eBay und China. Jede Einzelerfahrung ist zwar statistisch irrelevant, aber ich hatte mit dem vorgenannten Vorgehen in Jahrzehnten noch keine einzige Fälschung oder anderweitig ab Kauf defekte Ware. Im Vergleich zu Deinen 95% halte ich das schon für einen nennenswerten Unterschied.


    Viel Spaß mit dem jetzt funktionierenden Raspi!

    Magst Du noch sagen, welche Karten das waren und woher Du die hattest? Denn auch wenn es immer wieder Fälschungen gibt, ist Deine Quote von 95% sehr seltsam. Hast Du die Karten in verschiedenen Kartenlesern ausprobiert?

    Das ist ja eine krasse Fehlerquote, wo kaufst Du denn? Waren das Karten bekannter Marken oder sog. No-Name? Es gibt zwar immer mal wieder Berichte von gefälschten Karten, aber nur eine intakte von ca. 20?! (= 95% Schrott)


    Schön, dass es letztendlich geklappt hat. Viel Spaß!

    Brauche ich für den Plus eine Extra Plus Software?

    Du brauchst die neueste Retropie-Version 4.4, die gestern veröffentlicht wurde:


    https://retropie.org.uk/forum/…/retropie-4-4-is-released


    Ansonsten was hugo_ausdemwald sagte. Im offiziellen Retropie-Forum wird grundsätzlich zum offiziellen Netzteil der Raspberry Pi Foundation geraten, weil viele Probleme auf zu billige und schwache Netzteile zurückzuführen sind.

    Fertig! :thumbsup: Für die Vorstellung habe ich einen eigenen Thread erstellt.


    Das Lackieren im Wohnzimmer würde ich mal ganz schnell vergessen. Ich habe vor 15 Jahren mal einen Motorrad Tank im Heizungskeller lackiert, da mir die Garage zu kalt war. Ich hatte mir im Raum eine komplette Kabine mit Folie abgehängt, Boden, Decke und 4 Seiten. Trotz dem kann man heute an Wände und Boden noch erkennen, welche Farbe der Tank hatte. Würde ich nicht mal mehr im Keller machen.


    Warum folierst du nicht einfach komplett? Es gibt schon günstig gute Folien mit Luftkanälen, die sind auch für Laien einfach zu verkleben.

    Danke, das habe ich auch letztlich gemacht, Dein Rat kam allerdings knapp zu spät, um eine Woche meines Dezemberurlaubs vor vielen erfolglosen Lackierversuchen zu retten. Andererseits schreibe ich das als Lehrzeit und -geld ab.


    Zum Sprühen im Wohnzimmer kann ich abschließend nachreichen, dass ein Niederdruck- oder HVLP-Sprüher (High Volume, Low Pressuer) durchaus wohnzimmertauglich ist. Ein Abhängen ca. zwei Meter um das Werkstück herum reichte aus, selbst mit schwarzer Farbe war z.B. kein „Schatten“ auf meiner hellen Rauhfasertapete am Rand des abgedeckten Bereichts sichtbar.


    Zu dem auch hier oft gehörten Abraten von Baumarkt- zu Fachhandelfarbe kann ich in meinem Fall (also keinesfalls allgemein!) sagen, dass die fast doppelt so teure Fachhandelsfarbe keinen nennenswerten Unterschied gemacht hat, je nach Versuch sogar schlechtere Ergebnisse lieferte. Eventuell ist Baumarkt-Farbe auch laienfreundlicher, während Fachhandelsfarbe mehr Übung erfordert, keine Ahnung.


    ... ich setze fünf euro, dass das projekt im sand verläuft...



    im ernst - solltest du das fertigstellen bekommst du die fünf euro

    Hi Ernie, überweist Du die 5 € bitte an Gaming Aid? :)

    Hallo!


    Nach fast genau vier Monaten häufig nur weniger Stunden an Wochenenden plus je einer Urlaubswoche am Anfang und am Ende ist mein Cab mit Asteroids-Design aus dem Upright-Bausatz von Arcade4You vor einer Woche fertig geworden. \o/



    Alle Motivfolien und das doppellagige Marquee sind – natürlich – von north, der außerdem das Original-CP perfekt an mein Stick- und Button-Layout angepasst hat. :thumbsup:


    Nichts ist Lackiert, auch die einfarbigen Flächen sind Autofolie, die sich mit etwas Geduld mittels eines Föns auch gut um Rundungen und Kanten wie eine zweite Haut legen lässt. Nur die ganz kleinen Ecken weisen ein paar Falten auf, die aber im Gesamteindruck untergehen und mir den Verzicht auf Lackieren wert sind. :whistling:


    Das Bezel ist aus schwarzer, 1,2mm starker Pappe, die erstmal ein optisch ansprechendes Proof-of-Concept ist, bis mich die Langeweile eventuell zu einer Optimierung treibt. Den Ausschnitt werde ich eventuell noch etwas vergrößern, so dass der blanke Metallrahmen des Monitors sichtbar wird.


    Betrieben wird das Ganze mit einem Raspberry Pi 3B und dem Raspbian-basierten Betriebssystem Retropie (auf dem letzten Foto mittig links zu sehen). Da ich vor allem die Klassiker der 70er und 80er spielen will, sehe ich bislang keinen Grund für einen ausgewachsenen PC.


    Hier alle relevanten Komponenten:
    (Links nur zu kleineren Spezialläden, ich hoffe das ist keine unerlaubte Werbung. Ich bin mit keinem davon irgendwie verbandelt.)

    • Upright-Bausatz von Arcade4You
    • Bedruckte Folien vom ArcadeArtShop
    • 2-3 m² 3M 1380 Autofolie seidenmatt schwarz
    • Raspberry Pi 3B vom Rasppishop mit offiziellem Netzteil in einem belüfteten Gehäuse von Smraza, welches ich leider nur auf Amazon fand.
    • 2 Zero-Delay-Encoder von Quimat (in Retropie angezeigt als DragonRise-Gamepads)
    • 2 Ultimarc Mag-Stik Plus Joysticks mit Magneten statt Federn und 4/8-Wege-Umschaltung durch Hochziehen und Drehen des Schafts
    • 14 edit: 16 hauseigene 5V-LED-Buttons von ArcadeWorldUK an einem Ultimarc Pac-Drive Controller
    • LED-Lichtleiste „Wien“ von OBI mit 8 Watt und 650 Lumen
    • Verstärker Lepy LP-168S
    • edit: 2 Breitbandlautsprecher Monacor SPH-60X
    • 2 schnurlose Qumox Wii U Pro Gamepads für eventuelle Spieler 3+4
    • Mayflash W009 Wii U Pro Adapter, ohne den die Gamepads gelegentliche "Geistereingaben" machten

    Alles zusammen kommt relativ genau auf 1.200 € edit: mit den beinahe vergessenen Lautsprechern auf ca. 1.270 €, ohne Werkzeug und kleineres Verbrauchsmaterial wie Schleifpapier etc. Auch nicht mitgerechnet sind ca. 150 € für meine einwöchigen Lackierversuche mit sowohl Baumarkt- als auch Fachhandelfarbe, gerollt und mit einem HVLP-Gerät gesprüht, bis klar war, dass das nicht mein Weg wird. :thumbdown:


    Feedback und Fragen sind herzlich willkommen.


    Grüße
    Clyde

    Hallo nochmal,


    eine Frage noch: Hast Du den Übergang der zwei Teile der Seitenwände irgendwie verspachteln müssen oder saßen die von sich aus sauber genug? Zumindest den Fotos sieht man den Spalt unter der Folie nämlich überhaupt nicht mehr.


    Danke und nachträglich ein frohes neues Jahr.

    Ich antworte mal themen- anstatt personenbezogen, weil sich manche Eurer Antworten thematisch überlappten:


    Vorab: Ich hole mir grundsätzlich vorab möglichst viele Informationen, muss aber bestimmte Dinge ggf. selbst ausprobieren, um sie für mich selbst endgültig bewerten zu können. Fehler zu machen gehört für mich zum Lernen dazu. Vorher zu fragen reduziert sie (hoffentlich) auf die absolut „notwendigen“. Helfen ist für mich ein Dialog zwischen Helfer und Geholfenen. Ein blindes Befolgen von Anweisungen halte ich nicht für hilfreich.


    Das Rollern wie auch Sprühen wird vor dem Zusammenbau erfolgen.


    Sprühen im Wohnzimmer: In vielen Videos sieht man die Leute in der Wohnung sprühen, ohne dass es eine Sauerei zu geben scheint.(?) Ich würde den Sprühtisch (80x160cm) wie gesagt mit Pappe ummauern sowie die näher gelegenen Möbel und natürlich den Boden mit Folie abdecken. Reicht das bei einem so kleinen Gerät wirklich nicht? Was genau befürchtet Ihr? (damit ich das Risiko besser einschätzen kann)


    Alternativ könnte ich es auf meinem Balkon versuchen, habe da aber angesichts der momentanen Temperator von 0-4°C Zweifel. Was meint Ihr?


    Bei Sprühdosen bin ich auch auf ca. 8-10 gekommen – ohne Aufschlag für Ungeübtheit. Deswegen habe ich mich sehr schnell gegen sie entschieden. :)


    Das Rollern ist nicht vollständig vom Tisch, ich werde es aber vermutlich erstmal in der Hinterhand behalten, falls das Sprühen sich nicht als praktikabel erweist. Die Erfahrung ist mir das zusätzliche Geld wert und gilt ja nicht nur für dieses Projekt. Ich muss an diesem Punkt einfach auch wissen, ob Sprühen eine Alternative gewesen wäre. Außerdem wird es hier wie woanders oft als die bessere Option hinsichtlich des (theoretisch möglichen) Ergebnisses genannt. Also wenn einüben, warum dann nicht darin? Und wenn es klappt, reduziert es vielleicht ein kleines Bisschen meine grundsätzliche Abneigung gegen das Malern. :)


    Beim Rollern mit dieser Rolle bekam ich einfach keinen gleichmäßigen Auftrag hin. Entweder es war nach dem Abrollen in der Farbwanne noch zuviel oder zuwenig Farbe auf der Rolle. Wie in einigen Anleitungen empfohlen, hatte ich die Rolle vorher 5 Min. sich mit Farbe vollsaugen lassen.


    Auch das Verschlichten mit einem Pinsel erzeugte eher mehr als weniger Streifen, obwohl ich mich bemühte, es wie in den diversen Anleitungsvideos zu machen und nur 1-2 mal gleichmäßig ohne Andruck über die Farbe zu streichen. Es gab sich auch nicht beim Trocknen.


    Eventuell lag es ja auch an der Farbe oder Rolle. Ich werde es ggf. nochmal mit 10% Verdünnung probieren und ggf. eine teurere Rolle kaufen.


    Maske: Ich hatte schon vermutet, dass für meine Zwecke eine einfache Maske reicht, zudem solche auf vielen Videos benutzt werden (inklusive denen von Wagner). Gibt es bei den einfachen Masken irgendwas, das noch erwähnenswert wäre?


    Farbe: Mit der kann es natürlich auch stehen und fallen. Momentan benutze ich den 2in1-Buntlack von OBI, lasse mich aber auch da gerne beraten – von Euch und einem Farben-Fachhandel, den ich in meinem heute beginnenden Urlaub eh noch aufsuchen will (auch wegen einer guten Rolle).


    Artwork: Da stecke ich noch in der Qual der Wahl bzw. suche nach druckbaren Vorlagen. Außerdem stecken die Druckdienste bestimmt auch gerade im Weihnachtsstress. Ich habe mich deswegen dafür entschieden, diesen Teil in Ruhe ab Januar anzugehen, will aber bereits vorher ein vorzeigbares Cab fertig haben. Daher werden jetzt auch die später beklebten Seiten lackiert.

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Eine gescheite atemschutzmaske schadet nie.
    Sprühen in der Wohnung ist aber suboptimal.


    Willst du sprühdosen verwenden?


    Was würdest Du für Acryllack als gescheit ansehen? Muss es da so eine wie von mir verlinkt sein oder reicht auch so eine?


    Eine Werkstatt habe ich leider nicht und das Wetter erlaubt kein Sprühen draußen, also bleibt nur die Wohnung.


    Ich will einen Wagner W 100 verwenden. Der hat gute Rezensionen und eine geringe Streuung.


    mir vollkommen unverständlich wie man für ein derartig zusammengepuzzletes etwas soviel geld raushauen kann . bestehen die seiten wirklich aus drei teilen ? dachte echt das wäre nen schlechter witz . was soll das ganze denn hinterher kosten ? für die mark kannste doch gleich nen taito vewlix kaufen.


    Das sagtest Du schon und ich kann Dir da leider immer noch nicht helfen. Frag vielleicht mal tom_sc, der hat auch so einen.


    Die Seiten bestehen aus zwei Teilen, eventuell für den einfacheren Versand.


    was für ne maske man braucht hängt eher von der art des lackes und nicht der grösse des projektes ab . nen blauer engel wasserlack ist recht harmlos , nen kunstharzverdünnter lack besser nur im freien da die flächen lange ausgasen und nen klassischer autolack ( verdünner + härter is eh gift pur ). letztere halt mit nem gescheiten kohlenfilter. da tun es auch 30 euro ebay masken super . sägen , schleifen und lacken im wz is natürlich ne eigenwillige nummer . oberfräse und mdf : da können dann deine kinder in 30 jahren noch den staub aus den ecken kratzen . nebenbei sind alle gebunden holzwerkstoffe natürlich auch nicht so gesundheitsförderlich beim sägen , schleifen und fräsen .


    Wie gesagt will ich Acryllack auf Wasserbasis verwenden. Die oben verlinkte Maske von Obi kostet knappe 40€. Muss es für Acryllack so eine sein oder reicht für Acryllack aus eine billigere? (Welche?)


    ob und wie gut man rollen kann hängt von der fläche ab . hat man nur schöne ebenen gehts mit bischen übung sehr gut . gescheite rolle und technik natürlich vorausgesetzt . spritzen ist nicht einfacher , kann ggfls aber noch bessser werden . nen acryl kannste aber eig gut rollen , vor allem ist der durch das schnelle antrocknen anfängerfreundlich und man hat wenig gefluse drauf . wichtig ist halt bei offenem mdf das grundieren , da das holz stark saugt. und ggfls zwischenschliff mit absaugen , wischen , pusten . beim ersten anstrich stellen sich die fasern auf , bzw. das holz quillt . weiss ja nicht ob die weissen seiten endaminiert sind oder nur so ne grundierfolie drauf haben .


    Die Platten sind sehr glatt weiß beschichtet. Nach Folie sieht die Beschichtung nicht aus. Die Produktbeschreibung spricht nur von „grundiertem MDF“. Was ist endaminiert?


    Ca. die Hälfte der Bauteile ist später innen, unten oder hinten, mit denen kann ich also gut experimentieren und üben.

    Nachdem ich am Wochenende mal wieder feststellen musste, mit Rolle & Pinsel einfach nicht warm zu werden, will ich es jetzt mal mit Sprühen versuchen. Habt Ihr da ein paar Anfängertipps?


    Brauche ich unbedingt eine richtige Sprühmaske wie diese hier oder reicht für ein so relativ kleines Projekt auch eine Feinstaubmaske o.ä.?


    Wie schütze ich die Umgebung am besten (Wohnzimmer)? Mir schwebt neben Auslegefolie ein „Zaun“ aus Pappe um den Sprühtisch herum vor. Wie hoch sollte der mindestens sein?


    Es soll Acryllack auf Wasserbasis verwendet werden.