Beiträge von Clyde

    Eine .sh-Datei ist eine normale Textdatei und entspricht ungefähr einer .bat-Datei in Windows. Du kannst Sie mit jedem Texteditor bearbeiten. "sh" steht für Shell oder Shellskript.


    In der Linux-Kommandozeile ist ein häufig benutzer Editor "nano". Du benutzt Ihn z.B. so:


    nano /opt/retropie/configs/all/autostart.sh


    Wenn Du fertig bist, beendest Du nano mit Strg+x, beantwortest die Speicher-Frage mit "j" oder "y" je nach Sprache der Frage und bestätigst den Dateinamen mit Enter. Hast Du nichts in der Datei verändert, verlässt Strg+x nano ohne weitere Nachfragen.


    Das nur mal so für die Zukunft. Prima, dass Du einen Alternativweg gefunden hast.

    Schau mal in die Datei /opt/retropie/configs/all/autostart.sh. Für Emulation Station muss dort folgendes stehen:


    emulationstation #auto


    Alle anderen Zeilen dort solltest Du löschen oder durch ein # am Zeilenanfang deaktivieren. Das # macht eine Zeile zu einem Kommentar, man spricht daher auch vom „Auskommentieren“.

    RetroPie-Setup brauchst Du eigentlich nicht, dort sind keine persönlichen Daten oder Einstellungen gespeichert.


    Mit RetroPie hast Du schonmal alle Roms, BIOSes (BIOS'?) und unterhalb von RetroPie/BIOS in weiteren Unterverzeichnissen ein paar zusätzliche Dateien wie z.B. Samples für MAME oder Einstellungen von Emulatoren, die keine RetroArch-Cores sind.


    Ich würde aber noch /opt/retropie/configs sichern, dort sind alle Einstellungen von RetroArch, Emulation Station und Skyscraper gepeichert. Um es zu finden, musst Du von /home/pi erstmal zwei Ebenen „höher“ gehen, zum sogenannten Wurzelverzeichnis / und Dich dann wieder über /opt usw. runterhangeln. Oder wenn WinSCP die direkte Eingabe eines Pfades erlaubt, kannst Du auch das machen.


    Shell-Wissen 101: Die Wurzel / entpricht in etwa C:\ unter Windows, nur dass es in unixoiden Systemen wie Linux nur eine Wurzel für das ganze System gibt, während es in Windows in der Regel eine Wurzel pro Datenträger gibt (C:\, D:\, E:\ etc.)

    der bis vor kurzem noch einen Terminal ausschließlich mit einem Flughafen in Verbindung brachte

    Den Vergleich las ich bislang noch nie. :D


    So, wie ich die Beschreibung von Win32 Disk Imager lese, schreibt es das Image des Originals in eine Datei. Du kannst diese bzw. sogar mehrere davon also bedenkenlos auch auf eine größere Karte Schreiben ohne Platz zu verschwenden.


    Da Du allerdings bereits SSH aktiviert hast, wäre WinSCP die eigentlich elegantere Lösung, weil es Dir im Gegensatz zum Disk Imager den Zugriff auf einzelne Verzeichnisse und Dateien des Pi erlaubt.

    Permanent = überlebt einen Logout. ;)


    Dazu editierst Du die Datei .bash_aliases in Deinem Homeverzeichnis und schreibst dort einfach die Zeile alias killes="kill $(pidof emulationstation)" hinein (mit beiden Anführungszeichen!) Logge Dich dann kurz aus und wieder ein, dann sollte der Alias aktiv sein und Du kannst statt kill $(pidof emulationstation) auch einfach nur killes eingeben. Natürlich kannst Du statt killes auch jeden anderen Namen verwenden, es sollte nur kein bereits existierender Befehl sein.


    Achtung: Dateien, deren Name mit einem Punkt beginnt, sind unter Linux versteckt. In einem Dateimanager musst also Du ggf. die Anzeige versteckter Dateien einschalten, um sie zu sehen. Ansonsten funktionieren Sie wie alle anderen Dateien.

    Stimmt, derzeit ist keine gute Zeit für sowas. Dann vielleicht etwas für die Nach-Corona-To-Do-Liste. Oder gibt es heute noch solche „Silencer“-Nachrüstsätze für Grafikkarten wie vor 10+ Jahren? Damals hatte ich eine meiner Grafikkarten mit sowas extrem leiser gemacht. Das killt natürlich jede eventuell noch laufende Gewährleistung oder Garantie …


    Es war auch nur so ein Denkanstoß, weil mich selbst sowas extrem stören würde. Wenn Du es (ggf. vorerst) aushältst, will ich Dir Dein neues Spaßgerät absolut nicht madig reden. :saint:


    Die Lautstärke moderner Spielekonsolen seit der ersten Xbox ist für mich neben ihrer heutigen Online-Abhängigkeit ein absoluter Todesstoß für eine Anschaffung. Ich weiß noch, wie schockiert ich vor vielen Jahren war, als ein Freund seine Xbox zum gemeinsamen Spielen an meinem Beamer mitbrachte und sie an die Lautstärke meines Staubsaugers herankam. =O

    Kein Problem. Du wirst bereits bemerkt haben, dass ich Deine Fragen als willkommene Gelegenheit nutze, meine Tastatur nicht einrosten zu lassen. 😉


    Ich hinterfrage solche Aussagen aber auch aus reiner Neugier und um ggf. nicht zuviele falsche Gerüchte herumschwirren zu lassen. 🧐

    Ach ja, kennst Du Aliase? Du könntest Dir einen für diesen Befehl einrichten, z.B. killes:


    alias killes="kill $(pidof emulationstation)"


    Ab da musst Du nur noch killes für den Befehl eingeben.


    Der Alias hält nur für die momentane Login-Sitzung. Um ihn permanent zu machen, schreib ihn einfach in die Datei ~/.bash_aliases (ggf. neu anlegen). Ein Re-Login oder der Befehl source .bash_aliases aktiviert ihn danach.


    Shell-Wissen 101: Das ~ im obigen Pfad steht für das Benutzerverzeichnis des eingeloggten Benutzers, also z.B. für /home/pi. Ein anderer Platzhalter wäre die Shellvariable $HOME, dann also $HOME/.bash_aliases. Das erspart einem oft viel Tipperei. 🤓

    Wenn es Dir finanziell möglich ist, würde ich mich eher nach einer leiseren Grafikkarte umsehen. Heutzutage gibt es jede Menge schneller und trotzdem leiser Grafikkarten, auch mit der 1050 Ti. Ich habe einfach mal im Web nach "Geforce GTX 1050 TI leise" gesucht und viele Tests leiser Modelle gefunden.


    Das ist natürlich eine Frage der persönlichen Schmerzgrenze. Ich persönlich will meine Rechner so leise wie möglich haben. Mein Desktop-Mini-PC und der Pi 4 in meinem RetroPie-Automaten sind beide lüfterlos und mein neuer Mittelklasse-Gaming-PC ist extra auf sehr leise Lüftung getrimmt.

    Wo hast Du das gelesen? Mame 2003 Plus basiert auf Mame 2003 und damit ersteinmal auf dessen Romset 0.78 (zu ca. 95% laut seiner offiziellen Dokumentation). Es wurde und wird nach und nach um weitere Roms späterer Mame-Versionen erweitert, darunter vielleicht auch einige der Version 0.139. Sein Changelog listed alle geänderten oder hinzugekommenen Spiele auf, allerdings ohne Rom-Versionen. Dass es generell 139er-Roms unterstützen soll, habe ich noch nirgemds gelesen. Da wäre die Quelle mal interessant.

    Wie irgendwann schon mal gesagt sind die MAME-Versionen auf ganz bestimmte Roms zugeschnitten. Einfach wild irgendwelche anderen Romversionen zu nehmen bringt meistens nichts. Aber versuchen kannst Du es natürlich. 😉


    Ich werde bei Gelegenheit mal Moon Patrol unter Mame2003 hinsichtlich dieser Ruckler testen. In diesem Fall ist es ja dasselbe Rom wie für Mame2003-Plus.

    Das Problem dabei ist, dass diese Verzeichnisse auf der Linuxpartition RetroPies liegen und daher nicht ohne weiteres mit Windows gelesen werden können (für Windows existieren andere Götter Systeme ja nicht). Prinzipiell hast Du mehrere Optionen:

    • einen Ext4-Treiber oder -Tool für Windows installieren (Ext4 ist das Dateisystem der Linuxpartition)
    • per Netzwerk auf RetroPie zugreifen (siehe hierzu auch die RetroPie-Docs)
    • das Backupmedium an Deinen Pi stöpseln und von diesem aus die Sicherung durchführen. Das Shellskript rpi-clone erledigt das recht elegant, indem es nur das erste Backup komplett spiegelt und bei folgenden Backups nur noch Änderungen überträgt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass dieses Backup ein bootfähiger Klon des Originals ist.
    • auf Deinem PC Linux installieren oder als ein sogenanntes Live-System starten 😈

    Hab jetzt nur Moon Patrol unter "mame2003plus" getestet und muss feststellen, das dieses Spiel beispielsweise besser mit "mame2003" läuft.

    Das ist seltsam, denn die Einträge für Moon Patrol (game name="mpatrol") in den Definitionsdateien mame2003.xml und mame2003-plus.xml, in denen die kompatiblen Roms samt Checksummen (rom name) und der Status der Treiber für Grafik, Sount etc. stehen (driver status), sind komplett identisch. Insofern sollte es da eigentlich keine entscheidenden Unterschiede zwischen 2003 und Plus geben, zudem die Plus-Entwickler wohl kaum die Unterstützung eines Spiels verschlechtern würden. (?)


    Inwiefern genau läuft das Spiel mit mame2003 „besser“? (Reine Neugier)


    Die Auflösung (siehe winnis Beitrag) steht dort auch: 240x248 – interessant, da MP meines Wissens ein horizontales Spiel war und bei einem Seitenverhältnis von „Core Provided“ in RetroArch (siehe unten) auch auf 4:3 breitgezogen wird. Aber seine vertikale Auflösung ist höher als die horizontale, was eigentlich für vertikale Spiele üblich ist. Bei analogen CRTs konnte und wurde das Bild natürlich oft auf die volle Monitorgröße von 4:3 gezogen, was die Pixel in diesem Fall breiter als hoch machen müsste. (Oder? Von diesen technischen Details habe ich nicht viel Ahnung. Es besser Wissende dürfen mich/uns gerne erleuchten.)


    Du kannst in RetroArch ggf. die Aspect Ratio an Deinen Geschmack anpassen, wobei ich da generell „Core Provided“ benutze, welches oft für Arcadespiele empfohlen wird und meines Wissens den Emulator das „richtige“ Seitenverhältnis wählen lässt (anhand des jeweiligen Roms? Auch hier fehlt mir das nötige Detailwissen).


    Und nun schäm Dich, denn Deinetwegen musste ich jetzt unbedingt testweise ein paar Runden Moon Patrol an meinem Cab spielen. :P Mit mame2003-plus ohne jegliche Probleme.

    SSH: Definitiv, für mich als Linuxer natürlich noch viel mehr als für „Klickibunti“-gewöhnte Windowsnutzer, aber auch denen kann man m.E. oft viel besser helfen, wenn man ihnen einfach die nötigen Befehle zum Reinkopieren sagen kann und sie wiederum etwaige Meldungen und Fehler ins Forum kopieren können als mit Screenshots zu arbeiten. Gleichzeitig hat man damit eine sichere Verbindung, die man auch mit grafischen SSH-Tools nutzen kann, wenn man möchte (für mich eher Krücken, aber wer's mag, kann's halt auch).


    Wenn Dir irgendwann langweilig ist, kannst Du Dir dann noch den SSH-Login per Public Keys einrichten. 😎


    Das Schöne an RetroPie ist, dass man schon mit der Standardkonfiguration sehr schnell ein Retrogaming-System aufsetzen kann, das man später nach und nach in Einzelpunkten erweitert und optimiert.

    Der Unterschied zwischen den Verzeichnissen mame-libretro und arcade ist meines Wissens nur, dass Du für die Roms in mame-libretro nur MAME-Cores im Runcommand-Menü auswählen kannst, während für arcade auch andere Arcade-Emulatoren wie FB Neo auswählbar sind (gleichsam ist für Roms in fba nur FB Neo auswählbar). Letzteres ist also praktisch für eine gemischte Rom-Sammlung, wenn man nur eine gemeinsame Rom-Liste namens „Arcade“ in Emulation Station haben will, anstatt z.B. einmal „MAME“ und einmal „FB Neo“.


    Ein anderer möglicher Grund (und z.B. der meinige) ist, dass man lieber „Arcade“ als „MAME“ oder „FB Neo“ als Name für seine Arcade-Sammlung in Emulation Station hat. 😎