Beiträge von Soccer

    wirste sicher auch nicht bereuen, ist pflegeleichter und bietet halt ein bischen mehr, wenn mein Hantarex mal ganz abschmiert, werde ich mir das auch überlegen.

    die Streifen habe ich auch manchmal, fallen aber nicht besonders auf, liefert dein Netzteil genug Spannung ?
    Ich überlege auch manchmal ob ein PC-Monitor nicht besser ist, gerade weil ich auch PC-Spiele am Cab zocke. Aber wenn man dann Arcade spielt, weiss man was ein Arcade-Monitor wert ist, das ist einfach die original Optik durch die scanlines, die macht schon viel vom Arcadefeeling aus. Allerdings kann man die mit schnellen PCs auch einigermaßen imitieren und 21 Zoll Monitore bekommst du bei Ibäh für 20-30 Euro.

    Die Frage ist wieviele Button du anschliessen willst. Das Arcaze, kann glaube ich 40 Button, die du wohl aber niemals brauchen wirst. Daisy-Chaining bietet in meinen Augen keinen Vorteil, ich finde es sogar übersichtlicher wenn jeder Button mit 2 Kabeln angeschlossen wird und so einfach an- ab, und umgestöpselt werden kann.
    Nachdem ich mir alle möglichen Varianten angeschaut hab, hab ich einen alten Gravis Gamepad gehackt, das ging schneller als auf die Bestellung warten und hat nix gekostet, da ich noch einen Pad in der Schublade hatte. Als Kabel einfach einen alten IDE-40er -Strang genommen und fertig. Funzt einwandfrei mit 14 Schaltern und ist voll programmierbar ;)

    hab natürlich eine Weile wegen der Button gegrübelt und einiges ausprobiert, aber das Panel ist ziemlich schmal anders hätte nicht alles so gepasst und ich hätte auch mehr löcher bohren müssen, jetzt hab ich 3 bereits existierende Bohrungen weiter verwendet und es spielt sich auch ganz gut so, am Ende ist alles Gewöhnungssache :)

    Zitat

    Original von FiReSt0nE
    Kleiner nachtrag noch...


    Es gibt doch mit sicherheit auch Vertikal shooter, bei denen man den Monitor drehen muss, wenn der Automat dieses Feature hat. Meiner hats, und daher die Frage, wenn die Guns nun mal calibriert sind, und mann den Monitor bei Gamewechsel dreht. Passt dann die calibrierung noch, oder muss man sie dann bei jedem mal drehen auch neu calibrieren?


    Dann musste die Wumme eben quer halten, wie es im Kino seit den 80ern Mode ist ;)

    Da mein Cab bis auf ein paar Kleinigkeiten endlich funktionstüchtig und einsatzbereit ist, will ichs auch hier einmal kurz vorstellen. Es handelt sich original um ein NEW Universal-Cab, original ausgelegt für 2 Spieler mit je 3 Button, Jamma-Anschluss und einem drehbaren Hantarex 20'' Arcade-Monitor.
    Es ist also ein Allerweltscabinet, wie es wohl in vielen Spielotheken gestanden hat und noch steht. Die Bauform ist die eines klassischen schlanken Uprights, an dem 2 Spieler kaum genug Platz haben und am besten nicht größer als 1,80m sind.
    Mein Ziel war ein Singleplayer Universal-Mame-Cab, auf dem ich nicht nur die alten Arcade-Games zocken möchte, sondern auch PC-Spiele, darunter Klassiker wie DOOM, Sensible Soccer oder die FIFAserie.


    Frontend (Mala):
    Nachdem ich mir einen Überblick über verfügbare Frontends verschafft hatte, entschied ich mich für MALA mit Win98SE als Betriebssystem. Zunächst habe ich also MALA auf meinem PC eingerichtet und das VCP03 Layout, dass wirklich gut zur dunklen Optik meines Cabs passt, ein wenig grafisch angepasst. Beim Browsen durch die Spiele werden jetzt im Layout Marquee, Flyer und Screenshot angezeigt, wobei ich die MALA delay-Funktion genutzt habe um Flyer und Screenshot zeitverzögert an der selben Stelle zu plazieren. Es erscheint also zunächst der Flyer und nach 2 sekunden ein Screenshot aus dem Spiel. Über die MALA-Info können zusätzlich ein Bild des Cabinets und des Controlpanels abgerufen werden.


    Monitor (Arcade):
    Der drehbare Hantarex sollte wegen der schönen Old-Style-Optik im Cab verbleiben, auch wenn man sich mit modernen PC-Monitoren einigen Ärger und manches Augenflimmern ersparen kann. Zuerst wollte ich eine Matrox G400 als Pixelschleuder verwenden, hab dann aber doch eine geflashte ATI9200 genommen um auch beim Booten und möglichen Systemcrashs sicher sein zu können, dass nur 15kHz ausgegeben werden. Der Anschluss ist denkbar simpel - wenn man weiss wie es geht :D
    Nachdem ich zunächst alle Kabel per Fingerboard angeschlossen hatte - , musste ich auf der Monitorplatine einen hübschen Stecker für RGBHVG entdecken. Kurzerhand hab ich daraufhin das ganze Jammazeugs rausgeschmissen und die Grafikkarte direkt an den Monitor angeschlossen. Das Bild ist - trotz kleinerer Probleme die einen Wackelkontakt oder ein defektes Elektronikbauteil vermuten lassen - bei Arcadegames in den entsprechenden Auflösungen wirklich TOP und wunderschön. Dieses Retrofeeling kann kein PC-Monitor bieten und auch die bisher von mir getesteten PC-Games laufen auf dem Arcademonitor sehr gut solange die Schriften nicht zu klein sind. Dank Sailorsat hab ich ein kleines Tool mit dem ich den Windows-Desktop per Trayicon auf 448x240 Pixel umschalten kann, das ist erheblich augenfreundlicher, da flimmerfrei.


    Controller-Interface (Gravis Gamepad Hack):
    Nach langer Suche und Information über die verschiedenen Möglichkeiten Joysticks und Button als Eingabegeräte mit dem PC zu verbinden, hab ich mir eine eigene Lösung gebastelt, die ich jedem auch weniger versierten Bastlern empfehlen kann.
    Als Fifazocker habe ich jahrelang mit einem Gravis Gamepad Pro gespielt. Ich weiss nicht wie alt das kampferprobte Pad ist, aber die Vorstellung es als Schnittstelle zwischen PC und ArcadeCab zu verwenden gefiel mir ausgesprochen gut.
    Der Hack erwies sich als absolut simpel und effizient. Man bekommt 4 Richtungsschalter für den Joystick plus 10 weitere Button. Alle Knöpfe sind per GravIs Experience-Software voll programmierbar ! Das heisst ich kann den Button 1 unter Mala als DirectX- oder auch Keyboard-Button zur Navigation benutzen und unter Mame z.B als Keyeingabe 5(Coin) oder ganze Tastenkombinationen auf einen Button legen, die dann nur für die entsprechende Anwendung benutzt werden.
    Da es möglich ist 2 Gravis-Gamepad Pro ineinander zu stöpseln, sind also 2 Joysticks PLUS 20 Button möglich. Mehr braucht kein Mensch. Mir reichen auch 10 Button völlig aus, da ich mit einem Mouse-Trackball-Hack zwei zusätzliche Button zur Verfügung habe.


    Mouse (Trackball-Hack):
    Als alter Fan von Tehkan Worldcup und Centipede musste natürlich auch ein Trackball ins Cab. Auch dieser sollte selbstgebaut sein und nach einem guten Tip im arcadeinfo-Forum hab ich mir einen Macally USB-Iball für 10 Euro bestellt und kurzerhand zum Arcade-Trackball umfunktioniert. Ein erster Versuch mit einer schwarzen Billard-8 funktionierte sehr gut, war aber noch nicht ganz die Dimension die ich gerne hätte, deshalb wurde der 8-Ball gegen eine 80mm Kristallkugel getauscht. Die "Wahrsagerkugel" (werden für ein paar Euro bei Ibäh verschleudert) ist auf einem 50cent-Fahrrad-Lenkkopflager rollend gelagert und wird von einem 4Watt Birnchen in rotes Licht getaucht. In der Mitte des Lagers ist ein 1,-DM Coin, der beim Blick von oben auf die Kugel sichtbar wird :)
    Mausbutton1 und Mausbutton2 sind vorne am Panel an Player1 und Player2 angeschlossen. Player2 löst den Coineinwurf aus, Player1 startet ein Spiel. Unter Windows funktionieren sie wie gewohnt als Maustasten 8)


    Quickshot (Analoger Ballerkultstick)
    Da ich wie gesagt auch PC-Games spielen möchte und auch das eine oder andere Arcadegame (T2, Afterburner) mit einem analogen Stick nett zu spielen ist, musste auch ein entsprechender Joystick ins Cab. Da der Platz ausgesprochen knapp ist, entschied ich mich nach längerer Suche für einen Quickshot3 mit Gameport-Anschluss, der einen ausgesprochen schmalen Sockel hat. Der Stick ist einfach zu zerlegen und kann dann von unten ins Panel gesteckt werden. Eine hübsche Gummimuffe plus Sockelkranz von einem geschlachteten Saitek Joystick sorgen für saubere professionelle Optik.


    Arcade-Art (Marquee + Controlpanel)
    Die originale Optik gefiel mir schon recht gut: dezent, schwarz und universal. Der NEW-Schriftzug war mir jedoch etwas popelig, weshalb ich die Farbe vom Marquee mit einem Glasschaber sauber entfernt und am PC ein eigenes Marquee in ähnlicher Optik entworfen habe. Der Clou am Marquee ist der Hintergund hinter dem ARCADE-Schriftzug. In einem zweiten Layer habe ich dort ein Platinenlayout als Negativ über das schwarz gelegt. Was bei ausgeschaltetem Licht kaum zu sehen ist, wird bei Einschalten des Cabs deutlich sichtbar: das Platinenlayout leuchtet durch die Grundfarbe schwarz dezent durch. Ich vergleichs mal mit der Matrix-Optik aus dem gleichnamigen Film, nur das hier anstatt der Matrix eben das Platinenlayout durchscheint :)
    Die Platinenoptik hab ich auch beim Controlpanel angewendet. Die Schrifttype (Nasalization Free) auf dem Control Panel benutze ich auch unter MALA, so dass auch hier eine stimmige Optik entsteht.
    Das Marquee hab ich auf Spezialpapier ausgedruckt und vor der Glasscheibe befestigt. Es hat so einen schönen matten Glanz und reflektiert nicht den Raum.
    Das Controlpanel dagegen habe ich auf Fotopapier gedruckt und mit transparenter Schutzfolie überzogen, bevor es mit Sprühkleber auf dem Panel befestigt wurde. Die Schutzfolie hat eine sehr schöne glatte und warme Oberfläche, die allerdings nur bedingt kratzfest ist - aber wer behandelt sein eigenes Cab schon wie das in einer Spielothek ?


    Sound (Lass krachen:)):
    Ein Arcadecabinet ist dank der Größe und der Menge Holz ein fantastischer Resonanzkörper und mir war klar, dass es mehr als ein popeliger 5-Watt-Mono-Sound sein sollte, den ich beim Zocken hören wollte. Da ich noch einige aussortierte Lautsprecherchassis rumliegen hatte, brauchte ich also nur noch einen Verstärker. Bei Ibäh stiess ich auf einen Elektronikbausatz für einen 200W-verstärker, den jemand fertig gelötet, aber noch nicht in ein Gehäuse gebaut hatte. Für ein paar Euro hab ich den Verstärker ersteigert. Da er kein Gehäuse hatte, brauchte ich nur Löcher für die Regler in die Metallklappe für die Geldbox am Cabinet zu bohren und die Platine dort auf einer MDF-Platte befestigt einzubauen.
    Ein dicker 300W Auto-Subwoofer der seit Jahren ungenutzt rumlag, kam auf die Rückseite des Cabs ganz unten hinter den Verstärker, möglichst weit weg vom Monitor ;) Zwei Höhen und zwei Bass-Mitten wurden links und rechts in die Seiten des Cabinets eingebaut. Ins Panel selbst kam ein Shaker für Force-Feedback-Effekte :D Die Frequenzen werden durch zwischengelötete Spulen und Kondensator als Frequenzweichen getrennt.
    Der Sound ist großartig, bei Defender und Gyruss lassen abgrundtiefe Bässe die Gläser im Schrank erklingen. So soll es sein.


    Leider gibt meine Digicam keine besseren Bilder her ,aber ich werde vielleicht mal meine Nikon anschmeissen und dann hoffentlich bessere Bilder einbinden.
    Detalliertere Bauanleitungen für den Gravis- und Trackball-Hack reiche ich auch in Kürze nach.

    Dateien

    • Cab.jpg

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    • Cab1.jpg

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    • cp.jpg

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    • CPanel.png

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    • Mark.jpg

      (181,79 kB, 372 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Respekt, wirklich schöne Arbeit :)
    was für Dekorfolie meinst du ? Hast du die Sideart drucken lassen oder in USA bestellt ?
    Kennt vielleicht jemand eine Quelle wo man die Asteroids Sideart legal downloaden kann ?

    Saba Fairchild ? :D
    Mein Gott, das waren noch Zeiten. Welche Module hast du für das Gerät ? Die Sticks dafür sind sensationell oder ? Sowas Geniales gibts heute gar nicht mehr 8)

    Würd ich wohl machen, wenn ich selbst mehr Ahnung von Mala hätte :D
    Ich kann mir vorstellen, wie aufwendig das Projekt mittlerweile ist und ein gutes Tut ist auch nicht ohne, es würde vielleicht schon etwas helfen wenn die Tooltips im Menu etwas ausführlicher wären.
    Um alle Funktionen erschöpfend zu erklären wären wohl Bücher nötig und die meisten machen sich dann eh nicht die Mühe das zu lesen...ist ne undankbare Arbeit ;)

    Manchmal vermiss ich aber auch ein etwas ausführlicheres Tutorial :D
    Bei den ganzen Features die Mala hat, kann man schnell ins rotieren kommen...und sich auch mal ziemlich verheddern...


    Wegen des Flimmerns bei 640x480 auf dem Hantarex hab ich auf 448x240 umgestellt und musste dementsprechend das VCP03-Layout anpassen, ich hab es echt nicht hinbekommen alle Bilder wieder so ungefähr auszurichten, dass es alles passt, ist ja jetzt auch ein anderes Seitenverhältnis, nachdem ich gestern abend stundenlang gefrickelt hab, finde ich heute im Mala-Layout-Menu "keep aspect ration" und es wurde mir plötzlich schlagartig klar, was der da zu suchen hat #12#

    die Kalibrierwerte waren erwartungsgemäß nicht in der mala.ini, ich habe sie per Hand eingetragen und getestet, aber leider keine Änderung :(


    In dem CHECK Fenster zum Joystick ist ja links der Kranz mit den vier Schaltern, hier sind der rechte und der untere Schalter immer blau, also aktiv. Bewege ich jetzt den Stick nach oben, geht der untere Checkpunkt aus, aber der obere geht nicht an. Bewege ich den Stick nach links, geht der rechte Checkpunkt aus, aber der linke nicht an.
    Lasse ich den Stick wieder los, ist unten und rechts wieder aktiviert.


    Vielleicht kannst du dir bei jemandem ein Pad leihen und selbst testen, wie es dann bei dir aussieht ?
    Ich denke, das Problem ist nicht nur beim Gravis Gamepad vorhanden, hab aber selbst kein anderes Pad zum Testen hier.

    Das hab ich erwartet :D ich hätte wohl bessere Bilder gemacht, aber meine Digitale gibt nicht viel her und für die paar Fotos wollt ich jetzt nicht extra meine Nikon in Stellung bringen und Film entwickeln lassen ;)


    ich versuch bessere Bilder zu machen wenn ich die Tutos dazu zusammenstelle.

    ich hab das so noch nicht probiert, weil ich vcp03 als layout nutze, aber wenn ich dich richtig verstehe, wird das blue.gif quasi als rahmen über die snaps gelegt ?
    Wenn du das zum Schluss im Layout-Editor rechtsklickst und "bring to front" auswählst geht es dann ?

    Wenn ich fertig bin schreib ich eine kurze Anleitung für den Trackball und den Gravis Gamepad-Hack, im moment sieht es so aus:
    rechts der Stick ist raus, die Buttons verpflanzt und der 8-Ball eingesetzt, dort wo rechts die Buttons waren kommt entweder ein Spinner hin oder ein echter Joystick mit Feuerknöpfen, Trigger, etc

    Wenn du direkt auf der Homepage des Verkäufers bestellst, bekommst du günstigere Versandkosten (3,90) musst dich auch nicht registrieren.


    Die Kugel ist knapp 5cm im Durchmesser und auf Kunststoffkügelchen gelagert, die nicht mitdrehen.
    Ich hab mir deshalb aus einem Fahrradlenkkopflager 3 Kugellagersegmente geschnitten, die Plastikkugeln rausgeklipst und statt dessen die Kugellager eingesetzt (mit Lötlampe erhitzt und in den Kunststoff gedrückt.
    Die Kugel hab ich durch eine schwarze Billiard 8 ersetzt, die ist größer und läuft prima ;)
    Im System ist das als USB-Maus angemeldet und läuft unter Mame einwandfrei ich nutzt den Trackball auch unter Windows als Maus. Die zwei Tasten der Maus sind vorne am Panel als 1-Player und 2-Player angeschlossen.


    Ist ein echter Cheap-Trick, wenn du genug Platz im Panel hast kannst du sicher auch ne grössere Kugel einbauen, bei Ebay gibts Kristallkugeln in allen grössen und Farben, die kannst dann auch beleuchten 8)