Soundproblem mit Ghouls and Ghosts pcb

  • Hallo liebe Arcade-Gemeinde!

    Ich habe ein Problem mit dem Sound an meiner Ghouls and Ghosts pcb.
    Diese ist von Capcom (Original) und es sollte somit eine CPS-1 board sein.

    Wenn ich Sie einschalte funktioniert der Sound meist zunächst einwandfrei.
    Nach kurzer Zeit allerdings (im Schnitt ca. 30 Sekunden nach dem ersten Einschalten) knackt es ein paar mal in den Lautsprecher und der Ton ist dann aus.
    Wenn ich Sie dann wieder einschalte erhöht sich die Dauer des Spielens mit Sound.
    Dies wiederhole ich meist mehrmals, als müsse die Platine erst warmlaufen?!
    Nichtsdestototz fällt der Sound immer wieder aus, sodass sich kein richtiger Spielspaß aufbauen kann. (Wenn ich dann einmal weiter komme im Spiel fällt der Sound wieder aus, was natürlich sehr frustrierend ist.)

    Vielleicht kennt ja von euch einer dieses Problem und kann mir helfen es zu lösen.
    Lötarbeiten stellen kein Problem dar!

    Danke vorab für eure Hilfe!
    Grüße, Mathias

  • HI
    ist der Ton dann komplett weg oder hörst Du wenigstens noch Hintergrundgeräusche?
    So kannst Du schon einmal in Erfahrung bringen, ob der Lautsprecherverstärker oder die digitale Signalverarbeitung ausfällt.
    Davon hängt das weitere Vorgehen ab.
    Gruß
    Winfried


    PS
    Kontaktprobleme an Steckverbindungen und gesockelten Bauteilen sind bei sowas die häufigste Ursache.

    Vacuum-Fachverkäufer


    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbsup:


    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • Hallo - erstmal Danke für die schnelle Antwort!

    Der Sound, das heißt sowohl die Musik als auch die Hintergrundgeräusche, fallen gleichzeitig aus.
    Es ist auch nicht zu erkennen, dass dies nur in bestimmten Situationen, z.B. beim Einsetzen der Musik, oder einer neuen Musik/Effekt auftritt - Es passiert einfach irgendwann (auch im Vorspann, wenn nur Sound-Effekte laufen).
    Alle Steckverbindungen habe ich schon (zweimal) auseinandergezogen und wieder eingesteckt (Es ist eine "Dreifach-Platine").
    Ich habe auch schon zwei verschiedene Netzteile (im Quadro) ausprobiert, sowie an der 5V-Spannung gedreht... Auch der Poti des Verstärkers der Platine fühlt sich noch sehr gut an...

    Grüße, Mathias

  • HI
    ich meinte mit Hintergrundgeräusch eigentlich das mehr oder wenige leise Summen, Schwirren oder Knetern, das immer im Lautsprecher zu hören ist. Nicht das eigentliche "Nutzsignal". Mal nach Ausfall des Tones die Lautstärke hochdrehen, wenn dann immer noch alles tot ist ohne oben beschriebenen "digitalen Müll", dann könnte die Ursache relativ einfach sein. Da können wir dann weitermachen.
    Also im Fehlerfall 12V an der Platine prüfen, an den Elkos um das Ton-IC wackeln (haben oft kalte Lötstellen oder sind abgeschert), Ton-IC selber defekt, wird evtl. sehr heiß. Ansonsten wirds kompliziert.
    Ach so, die steckt in einem Quadro? Dann wechsele mal schnell den Slot und probiere nochmal. Da setzen sehr gerne die Relais und Steckverbindungen auf den Umschaltplatinen aus.
    Gruß
    Winfried

    Vacuum-Fachverkäufer


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  • Hallo!
    Also, es knackt gewöhnlich zwei, dreimal und dann ist Ruhe. Werde heute Abend mal prüfen, ob irgendwelche Hintergrundgeräusche dann noch auftreten!
    Habe auch schonmal an Allem gewackelt und mir die Lötstellen angeschaut - Ich glaube nicht, dass es daran liegt.
    Ob irgendetwas heiß wird hatte ich auch schonmal geprüft - Nein. Nur der Z80 wird "lauwarm", wenn es mal etwas länger läuft.
    Wozu ist eigentlich diese blaue "Batterie" da, die sich neben dem Verstärker findet? Kann leider im Moment kein Bild machen, daher verweise ich auf http://www.system16.com/hardware.php?id=793&gid=84#84. Im Bild der Hardware unten links.
    Lötabeiten auf der Platine wären prinzipiell kein Problem (Mein Brüderchen repariert Handys (!) und hat daher die Erfahrung und das ruhige Händchen - Handy-Teile sind klein!).
    Melde mich erst später wieder, danke nochmal für die Hilfe,
    Grüße, Mathias

  • Das ist keine Batterie, sondern ein Kondensator....genauer, ein Elektrolytkondensator (Elko). hmmm.....ich frage mich gerade, ob du wirklich in der Lage bist, Lötstellen zu prüfen ;)

  • Oh, ich hoffe, du fühlst dich nicht angepinkelt von meiner Äußerung....das war nicht meine Absicht!! Eine "defekte" Lötstelle ist mitunter nicht leicht zu erkennen. Selten sind es leicht erkennbare Risse. Man spricht z.B. von einer kalten Lötstelle, die sieht stumpf aus.....wie angelaufenes Metall. Die leitet dann den Strom bei weitem nicht mehr so gut und sollte nachgelötet werden. Da sich Metalle bei Erwärmung ausdehen, kann sowas durchaus ein Grund sein, warum der Ton bei längerer Dauer bestehen bleibt.


    Wozu jetzt dieser Elko im Speziellen dient, kann dir der Winni sicher besser erklären, als ich :)


    Die grundlegende Funktion eines Elkos ist das Glätten von Spannungen und "Energiespeicherung".

  • Einer meiner Brüder (habe drei Stück von der Sorte) hat mir mal "voll an´s Bein gep..." - Das war irgendwie anders.

    Bin kein Experte - OK. Aber ich habe leicht einzeln auf die Teile gedückt als das Spiel lief und da hat sich nix getan...
    (Habe auch schon einmal Lötstellen (nicht bei diesem Spiel) nachgelötet, oder einen "Bypass" gelegt, wenn ich gesehen habe, dass eine Bahn durchtrennt war, und auch einmal einen IC (was auch immer das genau ist) einer Pinball-Platine ausgelötet und einen neuen eingelötet.)
    Außerdem habe ich meist wenig Zeit - Aber bald ist URLAUB angesagt, und dann wollte ich mir das Spiel endlich fit machen...

    Nichts für ungut, Grüße, Mathias

  • HI
    so, ich weiß nicht genau, wo dieser Elko angeschlossen ist, aber im Prinzip hat Luigi völlig Recht, er soll glätten. Ich meine hier in diesem Falle, daß der die 5V direkt am Anschluß abblockt (glättet). Überall auf der Platine sind Dutzende kleiner keramischer Kondensatoren direkt an fast jedem IC von der 5V-Schiene nach GND geschaltet, die sind für eine reibungslose Funktion der digitalen "Kacke" wichtig, eigentlich wichtiger als der "Dicke". Hier ist beim Design der Hardware dem Umstand Rechnung getragen, daß wir es im eigentlichen Sinne mit Hochfrequenz zu tun haben. Jedes IC taktet unter Umständen millionenfach in der Sekunde und braucht dabei für µSekunden lang Strom. Bei so hohen Frequenzen können Elkos nicht mehr glätten, sondern nur herkömmliche Kondis. Gleichzeitig kommt zum Tragen, daß schon wenige cm der Zuleitungen als Induktivität (Spule) wirken und in diesem Frequenzbereich einen nicht unerheblichen Scheinwiderstand haben. Ohne die Kerkos käme es an vielen ICs zu Spannungseinbrüchen auf der Versorgungsleitung. Damit können digitale H bezw. L Level verändert und nicht mehr zuverlässig verarbeitet werden. Wenn zu viele dieser Kerkos abgebrochen sind (passiert oft bei schlechter Lagerung), dann sind Fehlfunktionen oder Hänger unvermeidlich.
    Das nur mal zu den Basics.....
    Ich tippe hier immer mehr auf Ton-IC.
    Gruß
    Winfried

    Vacuum-Fachverkäufer


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  • Hallo mal wieder!

    Ich habe es gestern noch einmal probiert.
    Zunächst habe ich den gesamten "Sound-Bereich" (oder was ich dafür halte) mit Isopropanol und Wattestäbchen gereinigt und genau angeschaut. - Mir ist hier Nichts aufgefallen...
    Das Problem besteht weiterhin, wie bereits beschrieben (zuerst fällt der Sound fast direkt aus, dann dauert es nach jedem Einschalten immer etwas länger...).

    Ich habe dann mal "voll aufgedreht" und genau gelauscht - Es ist nur ein leichtes gleichmäßiges, dumpfes, eher tieftöniges Brummen zu hören.

    Freue mich über jede Idee, die mir weiterhelfen könnte!
    An Winni: Du sagtest es könnte am Ton-IC liegen - Sollte es dann mit einem Austausch erledigt sein? (Wir könnten da am Wochenende mal durchmessen und diesen ggf. besorgen und tauschen.)

    Viele Grüße, Mathias

  • HI
    wenn Du noch was hörst beim Aufdrehen, wird das Endstufen-IC wohl nicht defekt sein.
    Du könntest jetzt einen klassischen Wärmefehler suchen: Vor dem ersten Einschalten mit einem Fön teilweise die Platine erwärmen, nicht über 50°. Mit Kältespray Bauteil für Bauteil abkühlen, wenn es dann im erwärmten Zustand gehen sollte. So läßt sich vielleicht der Defekt einkreisen. Besorge Dir fürs WE schonmal die Sachen.
    Kurztest Ton-IC: Bei ausgefallenem Ton Poti aufdrehen und einen Schraubendreher an die Anschlüsse des Potis halten. Dabei mit den Fingern das Metall anfassen. Es muß dann an mindestens einem Anschluß eine Reaktion geben, Kratzen und Brummen. Dann dürfte in Deinem Fall das IC ok sein.
    Gruß
    Winfried

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  • Hallo mal wieder.

    Ich werde das mit dem Ton-IC mal ausprobieren.
    Dann werde ich mal vor dem ersten Einschalten Alles erwärmen und probieren, ob es dann direkt einwandfrei läuft.

    Winni, nochmals Danke für die Hilfe.
    Es kann sein, dass es ein paar Tage dauert, bis ich mich wieder melde (was ich aber in jedem Fall tun werde).
    Bis dahin, viele Grüße, Mathias

  • Hallo, danke nochmal für eure Tipps!


    Habe Alles getestet und bin leider mit meinem Latein am Ende und habe keine Lust mehr. (Wenn ich das Problem durchtesten will bleibt der Sound an, dann geht er später wieder aus...)
    Ich werde wohl zukünftig das Spiel einfach immer erstmal ´ne halbe Stunde warmlaufen lassen, da dann das Problem nicht mehr auftritt.


    Viele Grüße und demnächst einen Guten Rutsch, Mathias