In den USA kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen und teuren Zigarren und versicherte sie, u.a. gegen Feuerschaden. Nachdem er die nächsten Monate die Zigarren genüßlich geraucht hatte, forderte er von der Versicherung den ihm entstandenen Brandschaden ein. In seinem Anspruchsschreiben führte er aus, dass die Zigarren "durch eine Serie kleiner Feuerschäden" vernichtet worden seien. Vor Gericht hat er damit gewonnen. Zwar hielt auch das Gericht den Anspruch für "unverschämt", jedoch ergebe sich aus der Versicherungspolice eindeutig, dass die Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien und Haftungsausschlüsse nicht bestünden... Der Versicherung blieb nichts anderes übrig, als an den Anwalt die Versicherungssumme in Höhe von $ 15.000 zu zahlen...
Aber jetzt kommt das Beste: Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er auf deren Antrag wegen "24 Fällen von Brandstiftung" verhaftet. Unter Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und seinen Angaben vor Gericht, wurde er wegen vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten Eigentums zu einer Freiheitsstrafe von je einem Monat pro Zigarre (ohne Bewährung) und einer Geldstrafe von $ 24.000 verurteilt... (Mitteilung im Kammerreport der Pfälzischen Rechtsanwaltskammer vom März 2004)
