Und noch eine Perle des Trashs: Death Race 2000 (Frankensteins Todesrennen)
Ein Film voller Überraschungen:
David Carradine und Silvester Stallone in den Hauptrollen, da mag man denken dass Death Race 2000 kein B-Movie ist, jedoch war Carradines Karriere schon auf dem absteigenden Ast und Stallones Karriere hatte noch nicht wirklich begonnen.
Frankensteins Todesrennen, da mag man meinen dass das nur ein weiterer dummer deutscher Alternativtitel für einen Film ist, aber der Titel passt wie die Faust aufs Auge:
In der fernen Zukunft (Jahr 2000, nach dem dritten Weltkrieg) wird jedes Jahr als größtes Sportevent der Welt ein Rennen quer durch die USA durchgeführt, bei dem fünf Teams versuchen, als erstes anzukommen und dabei möglichst viele Punkte (Passanten überfahren) zu machen.
Frankenstein (Carradine, Zitat: "Ist es richtig, dass sie mit ihrem neuen künstlichen Arm in weniger als einer zwanzigstel Sekunde in einen anderen Gang schalten können?") ist der unangefochtene König des Todesrennens, "Machinegun Joe Viterbo" (Stallone) sein größter Konkurrent. Weitere Mitstreiter im Todesrennen sind "Nero", "Katastrophen-Jenny" und "Mathilda die Hunnin" (Zitat: Und hier ist sie schon! Ja, unsere anbetungswürdige Hakenkreuz-Valkyre, Mathilda, die Hunnin aus Milwaukee! Neben ihr der charmante Nazi-Navigator Hermann, der Wüstenfuchs! - dazu gibts hakenkreuz-schwingende Fans auf den Tribünen...)
Ein Highlight des Films sind auf jeden Fall die skurrilen Autos, so hat "Machinegun Joe" als Verzierung z.B. ein übergroßes Kampfmesser und zwei Maschinengewehre auf seiner Motorhaube montiert. Einfach mal nach "Frankensteins Todesrennen", "Death Race 2000" oder so bei der google Bildsuche suchen, es lohnt sich.
Das Rennen ansich ist nicht so brutal wie man denken möge, der Charme des Films liegt darin, dass er sich selbst auf die Schippe nimmt, z.B. ein Road Runner Gag mit dem Umleitungsschild und einem nicht vorhandenen Tunnel angewandt wird oder ein Torrero versucht, den Autos auszuweichen und Sprüche wie "Sag mal du hast wohl nen weichen Keks, ich bin doch nicht bei der Heilsarmee, wir machen dass wir hier wegkommen bevor wir auch so ein Ei verpasst bekommen"...
Zudem wird krampfhaft versucht, eine Gesellschaftskritik zu plazieren, was in diesem skurrilen Umfeld irgendwie fehl am Platze wirkt. (Abkürzung durch ein Sträflingslager, in dem alte Kongressabgeordnete ihre Strafe absitzen...)
Insgesamt ein an Absurdität kaum zu übertreffender Film ![]()
