an Maler und Schreinerprofis

  • 2 fragen an die profis :


    - ich bin gerade in der anfangsphase 2 er eigenbauten. einmal nen bartop mit tft schirm und einmal nen cocktail tisch. als gehäuse kommt schwarzes mdf in 16 und 19 mm zum einsatz. hat da jemand erfahrung mit mdf klar lackieren ? was muss man fürn lack nehmen ? geht solcher tischlerklarlack ? wieviel schichten msus man da drauf rollen oder spritzen ? scheifen ?



    - dann zum thema holzverbindungen . habe bislang ja alles gehäusetechnische entweder mit winkelverbindern oder innenliegende 4 kantleisten mit durchschraubung gelöst. bin da auf der suche nach professionelleren methoden der holzverbindung. hab gesehen, das es da die möglichkeit gibt per oberfräse nuten reinzumachen und solche holzlamellen reinzukloppen. taugt diese geschichte was als haltbare und stabile gehäuseverbindung? muss ggfls zusätzlich verleimt werden ? gibts noch andere vernünftige profilverbindungen für brettstärken 16-21 mm ? hab mit oberfräsen bislang keine erfahrung. war bislang mehr der mann fürs grobe , also der kreis,ketten und stichsägentyp. wir haben aber ne bosch oberfräse mit paar standardfräsern hier rumliegen , ist so eine pof 800. hat aber noch nie jemand gebraucht. kann man solche sachen wie nuten ( für lüftungslöcher, speaker) , kante brechen ( gehäuseseiten und panel ) und t-molden besser mit einer hand oder tischoberfräse machen ?


    was muss man für ne gescheite tischoberfräse ausgeben ? die meisten tische sind ja so futzelig klein , da kann man ja nur frühstücksbrettchen drauf machen . taugt die montage einer handfräse auf so einen tisch was , oder nimmt man besser gleich nen kompletttischgerät ? fragen über fragen .



    werd mir auf jedenfall mal paar fräser raussuchen und bischen probesemmeln. und nen t-molder muss ich mir auch noch irgendwo bestellen , auch wenn die letzten eigenbauten aus massivholz waren und nix zum molden gab , bzw die merkur teile aus brutalmetall. und bei japanern ist ja auch nicht soviel einsatzbedarf für so ein gerät.


    hab mich bislang immer anders beholfen , nuten und schräg sägen geht ja auch per kreissäge , kanten brechen auch mal per hand mit feile oder bandschleifer.

  • OK, mal zum lacken. Als alter Meister sollte ich mich da auskennen.:D


    Das Holz mit 1K Spachtel leicht "einkratzen". Nach dem schleifen (P120) füllern. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit säurehärtenden Füller und Lack gemacht. Dieses Zeug füllt ungemein und du kannst vom Holz nichts mehr sehen. Nachteil ist die enorme Auslüftzeit. Das Zeug richt echt ne halbe Ewigkeit. Mit 6 Wochen kommst du aber hin.
    Ach so. Nachdem der Füller getrocknet ist, mit P220 schleifen. Je genauer du jetzt arbeitest, deso besser wird dein Ergebnis sein. Reinigen, lacken und warten. Es ist echt unglaublich welche Ergebnisse man erziehlen kann.
    Wenn ich ehrlich bin, ist das von mir angesprochene Material nicht wirklich etwas für den Laien.


    Viel Erfolg.

  • hört sich vielversprechend an , nur nehme ich ja kein schwarzes mdf , was locker 5 mal so teuer wie normales ist um es danach zu grundieren . da möchte ich also weder mit säure dran , noch grosse kratzer drinhaben , soll einfach nur gleichmässig klar gelackt und abriebgeschützt sein . gibt sowas im messebau-möbelbau als fertigplatte , sieht klasse aus und ist nach angaben meines holzluden mehrfach gelackt.

  • Bin zwar kein Profi aber bei meiner FlipperRestaurierung hat sich Sprühlack von Brillux sehr bewährt.
    Vorher gut anschleifen und eventuelle Unebenheiten mit Clou Holzspachtel begradigen (anschließen natürlich wieder schleifen), dann grundieren (Grundierung gibts auch als Sprühlack), wieder glatt schleifen und dann in mehreren Schichten lackieren. Zwischen den Lackschichten hab ich nicht mehr geschliffen, ist trozdem prima geworden.
    Sprühen hat gegenüber Rollen / Streichen den Vorteil, dass es schneller geht und gleichmäßiger wird (wenn man nicht zwei linke Hände hat), allerdings ist es auch etwas teurer.
    Edit: Sehe gerade, Du willst ja nur Klar lacken...

  • Ich denk schon, dass Verbindungen mit Lamellos was taugen, aber leimen wirst Du trotzdem müssen. Falls die Verbindung nicht stabil genug sein sollte, kannst Du ja nachträglich immer noch mit Leisten/WInkeln arbeiten, die Platten sind ja auf jeden Fall fixiert.
    Da du nachträglich die Position nicht mehr korrigieren kannst (ausser Du fräst ein neues Loch), würd ich auf jeden Fall eine Fräse kaufen, mit der man halbwegs genau arbeiten kann (so Bosch/Metabo aufwärts).