Ich möchte euch heute mal unsere Teststation vorstellen. Wer am 22.3.2008 bei uns in der Halle war, konnte sie sehen. Das Teil ist soweit echt genial. Einen kleinen Haken gibt es aber: wir haben nur einen Adapter für Jamma-Platinen. Der Dirk meinte wohl mal, dass irgendwo noch andere Adapter wären, aber ich hab bisher keine gesehen. Der Anschluss der Teststation ist 30-polig, ein eigener Adapter für jede Platine wäre also recht teuer, weil die Stecker einiges kosten. Natürlich könnte man einfach Jamma-Adapter basteln, einen Jamma>Station-Adapter haben wir ja. Aber das Ende vom Lied wären dutzende (Zahl mit der Zeit steigend) Adapter, die wieder irgendwo gelagert werden müssen. Und, wie es nun mal so ist, man würde wahrscheinlich nie den Adapter finden, den man gerade braucht bzw. dieser wäre vielleicht als Jamma-Adapter in unserem Gameroom verwendet oder sogar verkauft/verschenkt/verliehen. Also hab ich mir mal Gedanken gemacht, wie man das anders machen könnte und bin auf folgende Lösung gekommen:
Ich habe zwei Panels mit jeder Menge 4mm-Buchsen gebaut. Eins ist fest verdrahtet mit einem Jamma-Fingerboard, an dem die relevanten Kontakte (Controls, Spannungen, Audio, Video, Coin, Start, etc.) vorhanden sind. Das andere ist universell gehalten. Es gibt 2x28 Anschlüsse, die mit den Kontakten des anderen Panels über Leitungen mit 4mm-Stecker verbunden werden können. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es auch weit weniger getan hätten, aber jetzt fang ich nicht noch mal an und wer weiß, wozu es noch gut ist :). Ich habe mir auch gedacht, dass es toll wäre, wenn man nicht immer das Pinout einer Platine zur Verfügung haben müsste und habe mir Schablonen gezeichnet. Auf diesen Schablonen sind die Pinouts der geläufigen bzw. benötigten Platinen bereits eingezeichnet. Die Schablonen werden auf Papier gedruck, laminiert und dann so zurecht geschnitten, dass sie über die Kontakte des zweiten Panels passen. Sie können ähnlich wie in einem Karteikasten alphabetisch sortiert gelagert werden. Man muss dann also nur noch die richtige Schablone raussuchen und die Kontakte mit den Strippen entsprechend verbinden.
Am zweiten Panel befindet sich ebenfalls ein Jamma-Fingerboard. Als Schnittstelle fungieren zwei Jamma-Stecker, an die ich jeweils einen 18- bzw. 22-poligen Stecker direkt angelötet habe. Für die Tehkan-Platinen werde ich am 18-poligen Adapter noch den Spezialstecker für die Tehkan-Videoanschlüsse anlöten. Auch dieser ist auf der Schablone bereits vorhanden und entsprechend bezeichnet. Mit den Steckern der Namco-Board werde ich das analog dazu am 22-poligen Adapter machen. Falls im laufe der Zeit weitere Spezialitäten auftauchen, kann man die einfach mit dazulöten und muss dann halt den passenden Stecker verwenden und die notwendigen Verbindungen machen.
Der große Vorteil dieser Lösung: die Panels können an jedem beliebigen Jamma-Anschluss eingesetzt werden. Einfach den Jamma-Stecker auf das Fingerboard aufstecken und los geht’s…..so kann ich auch zuhause meine Platinen mal endlich alle testen.
Was nicht geht, sind spezielle Platinen, wie z.B. die alten Atari-Boards, die außer +5/+12/-5V noch diverse andere Spannungen brauchen. Zumindest die Funktionen, für die die anderen Spannungen notwendig sind, funktionieren dann nicht, aber vielleicht kann man mit den vorhandenen 5/12V ja schon die Platine generell auf Funktion testen....mal schau'n.
Auf den Bildern seht ihr zum einen zwei Modelle in Google Sketchup, wie ich mir die Panels vorgestellt habe. Die anderen Bilder zeigen die Panels, wie sie letztlich geworden sind. Mehr Bilder, vor allem auch von der Teststation selbst, gibt’s demnächst.
Meinungen und Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen…..aber ich bohre keine Löcher mehr oder schweiße welche zu ![]()
