Bobby Bär's Tokyo Game-Center Praxistest!
«Mobile Suit Gundam: Senjou no Kizuna»
Regierungskrise in Japan! Kaum haben wir es uns im Reich der Sonne gemütlich gemacht, beginnen schon wieder die politischen Verwicklungen: Überraschend erklärt Ministerpräsident Abe den Rücktritt von einem Amt, das in Japan sowieso keiner haben will!
Kein Wunder; wer will schon Regierungschef in einem Land sein, welches dauernd von Monstern aus dem Weltraum angegriffen wird und dessen Hauptstadt regelmässig von Godzilla, Mothra und Co. verwüstet wird?
Sehr gerne hätten wir die Einladung zur Krisensitzung im Kaiserpalast wahrgenommen, aber wir hatten leider einen wichtigen Termin in Akihabara und trainierten dort mit dem Realtime-Multiplayer-Mecha-Kampfsimulator «Mobile Suit Gundam: Bonds of the Battlefield» (Kidou Senshi Gundam: Senjou no Kizuna) - einem Gemeinschaftsprojekt der Firmen Banpresto und Namco. ![]()
Der Begriff "Arcadegame" ist sicherlich eine Untertreibung, denn eine komplette Installation, bestehend aus 8 (!) Pilotenkanzeln ("pods") und dem Zentralterminal benötigt oft ein komplettes Stockwerk in den relativ kleinen japanischen Gamecentern.
Das TRY Amusement Tower Game-Center in welchem wir «Bonds of the Battlefield» spielen, hat aus Platzgründen "nur" eine Installation mit 4 Kabinen. Dies tut dem Spielspass aber keinen Abbruch - per Internet kann man in Echtzeit gegen andere Mecha-Piloten aus ganz Japan antreten, denn alle Installationen sind über ein Backbone und entsprechende Server miteinander verbunden!
Wie schon in den vielen Gundam-TV Serien, heisst es auch diesmal: "Earth Federation" gegen "Principality of Zeon".
Wer noch nie "Bonds of the Battlefield" gespielt hat, muss sich am Zentralterminal eine "Pilot-Card" kaufen und seinen Account konfigurieren (Federation oder Principality of Zeon, Lieblingsfarbe, Stimme des Piloten (!) etc.). Eine Warnung: Hier sollte man ein paar japanische Sprachkenntnisse mitbringen, denn eine englische Benutzerführung sucht man auf der Touchscreen-Oberfläche vergebens!
Als "Rookie" beginnt man in einem "4 gegen 4" Szenario. Fehlende menschliche Piloten werden durch entsprechende Computergegner aufgefüllt. Ein Headset liegt in der Kabine bereit, so dass man sich mit den anderen Piloten im eigenen Game-Center unterhalten kann. Ein kurzes Briefing; schnell noch die passende Primärwaffe für den eigenen Mecha gewählt und dann geht es auch schon los: Unser 4er Team ist in einem Stadtbezirk und sucht Deckung hinter den Hochhäusern, denn auf der anderen Seite der Stadt ist soeben das gegnerische Team der Earth-Federation in Stellung gegangen!
Die Steuerung des eigenen Mecha mit zwei Steuerknüppeln und zwei Pedalen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Minuten schafft man sogar gezielte Sprünge auf Hochhäuser und Brücken. Beeindruckend ist die Simulation von Masse und Geschwindigkeit des eigenen Mecha: Da diese Kampfmaschinen viele Tonnen Gewicht und entsprechende Trägheit besitzen, ist taktisches Geschick und ein gutes Teamplay erforderlich, um mit dem eigenen Team siegreich zu sein.
Taktischer Tipp: Am besten nimmt man einen gegnerischen Mecha von zwei Seiten in die Zange und grillt ihn, bevor Verstärkung eintrifft - auf diese Art und Weise hat Bobby der Bär für sein "Principality of Zeon"-Team in zwei Runden insgesamt 6 gegnerische Maschinen "neutralisiert", wow! ![]()
Das "Panoramic Display" im Inneren einer Kabine deckt übrigens rund 50 Prozent der Innenfläche ab und man hat das Gefühl, über dem Boden zu schweben! Der beinahe-rundum-Blick ist jedoch nix für Leute, die schnell seekrank werden.
Wenn ein Team genug Punkte erzielt hat, ist die Runde vorbei und man erhält für gute Leistungen virtuelles Geld, Mecha-Upgrades und Beförderungen, die man nach dem Spiel am Zentralterminal auf die eigene Pilot-Card transferieren kann.
Da wären wir dann auch schon beim Thema Kleingeld: Bevor man hier mitspielen kann, muss man sich zunächst eine "Pilot-Card" am Zentralterminal kaufen (300 Yen, ca. 2 Euro). Auf der Karte werden alle Punkte, Upgrades und der Dienstrang abgespeichert, also besser nicht verlieren oder nochmal von vorne beginnen!
pro Spiel werden dann noch mal 500 Yen (ca. 3,50 Euro) fällig. Dafür "spielt" man zwei Kampfeinsätze (insgesamt ca. 15 Minuten).
Den kompletten Bericht und mehr Fotos und Links gibt es wie immer auf Bobby Bär's Homepage.
Viele liebe Grüße und bis bald,
Bobby der Bär
