Online-Games dominieren mittlerweile die Gamecenter in und um Tokyo. Wurden vor einigen Jahren lediglich Highscore-Tabellen zwischen einigen Automaten über das Internet ausgetauscht, ist jetzt massives Multiplayer-Gaming dank Breitband-Vernetzung an der Tagesordnung.
Diesmal schauen wir uns das aktuelle Arcadegame «Gundam 0079 Card Builder» von der Firma Banpresto mal etwas genauer an:
«Gundam 0079» bietet eine interessante Kombination aus Strategie, Action und (Schock!) Spielkarten. Aber keine Sorge! Pokemon-Hasser sollten ruhig weiterlesen, so schlimm wird's nicht!
Dieses Game wird nicht an einzelnen Automaten gespielt, sondern es handelt sich meistens um eine grosse Installation mit 8 Terminals für die Spieler, sowie einem grossen Screen für die strategische Gesamtlage (mehr dazu später). Das alles soll wie ein futuristisches Kontrollzentrum aussehen und das tut es auch!
Die TV Serie(n) und Filme von «Gundam» kennt hier in Japan jedes Kind, daher sei nur soviel gesagt, dass «Gundam 0079 Card Builder» den einjährigen Krieg zwischen der «Earth Federation» und der «Principality of Zeon» (die Erd-Kolonien) simuliert. Besser gesagt: Die (menschlichen) Spieler «spielen» den Krieg und bestimmen dessen Ausgang.
Bevor man aber hier mitspielen kann, braucht man eine «Grundausrüstung», bestehend aus einem Starterset an Spielkarten, einer «Identity Card», sinnvolles Zubehör wie Kartenhalter und natürlich etwas Kleingeld für das Terminal (300 Yen pro Spiel, 500 Yen für zwei Spiele). Die Spielkarten können übrigens elektronisch ausgelesen werden und definieren die eigene «Mobile Suit» (Mecha) samt Bewaffnung und besonderer Fähigkeiten des Piloten (alle Charaktere der TV-Serie sind spielbar). Insgesamt 5 Karten können gleichzeitig eingesetzt werden, d.h. Pilot, Core Mecha, Weapon 1, Weapon 2 und Customization. Alles klar soweit? Auf der «Identity Card» wird übrigens der eigentliche Spielaccount abgelegt.
Zum Start wählt der Spieler mit dem Trackball ein taktisches Gefechtsfeld aus und dann geht's los. Die gesamte Tischfläche ist ein riesiger Kartenleser und durch Bewegen des eigenen Kartensets, bewegt sich auch der eigene Mecha auf dem Gefechtsfeld. Sind dann die Gegner ausfindig gemacht, kann der Spieler mit den Action-Buttons die gewünschte Aktion einleiten (Attack, Defense, etc.). Der Spieler verfolgt das Geschehen auf seinem eigenen taktischen Monitor als 2-D Karte und als 3-D Animation. Da dies keine Action-Shooter ist, sondern im Prinzip Turn-Based, folgt eine entsprechende Animation und Cut-Scene. Unter ungünstigen Bedingungen wird da schon mal der eigene Mecha von einer Übermacht an Gegnern gegrillt!
Noch mal zurück zur strategischen Komponente: Bei «Gundam 0079» sind zwar alle Arcade-Center miteinander vernetzt, aber der Ausgang des Krieges wird für jedes Center getrennt ermittelt, entsprechend der Leistungen der Spieler in dem betreffenden Arcade Center. In unserer Spielhalle hier erkennt man am oberen Rand des grossen Bildschirms, dass die Earth Federation momentan 20 Gebiete erobert hat und die Principality of Zeon aktuell lediglich 14 Gebiete. Schaut mal genauer auf das Foto - dort hat Bobby der Bär für Euch die wichtigsten Komponenten markiert. Es gibt noch viele kleine Details, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen; so ist die Farbe Blau der Earth Federation zugeordnet und die Farbe Grün der Principality of Zeon. Je nach Zugehörigkeit des Spielers wechselt die Beleuchtung der Terminals entsprechend. Unbenutzte Terminals zeigen beide Farben!
Cool eh????
Viele liebe Grüsse,
Bobby der Bär
