NSM Netzteil (Versorgungseinheit 150 575) 5V-Spannung instabil

  • Hi,

    wundere mich länger schon über komische Grafikfehler in meinem NSM Top Game. Jetzt habe ich herausgefunden, dass die Versorgungsspannung auf der 5V-Leitung unter Last instabil ist. Im Leerlauf bei 5,3V (maximal einstellbar) geht sie mit der Platine "1943" runter auf 4,6V. Ich habe den konkreten Strom nicht gemessen aber die 10A Sicherung hat kein Problem damit.

    Sehe ich das richtig, dass im Schaltplan R20/R26 eine Messspannung bereitstellen, die dann von T1 an den IC zurückgegeben wird? Dann würde IC1 den Stromfluss durch T2 kontrollieren. Die Widerstandswerte waren bei 0,12Ohm bzw. 0,16 Ohm, also außerhalb der Toleranzen (10% von 0,1Ohm) und werden ersetzt. Das würde vielleicht auf eine falsche Strommessung hindeuten und der Strombegrenzer des IC 723 arbeitet damit im falschen Bereich. Wäre dankbar, wenn mir jemand sagen könnte, ob ich hier auf dem richtigen Weg bin oder ein anderer Fehler dafür verantwortlich ist.

    Anbei mal der Schaltplan der Versorgungseinheit 150 575

    Was bisher am Netzteil gemacht wurde: Elkos+Potis ersetzt, Wärmeleitpaste erneuert. Brückengleichrichter überprüft - ist ok.

  • Moin

    Ich glaube nicht, daß Du da auf dem richtigen Weg bist, lasse mich aber gerne korrigieren.

    An der Kombi 2x0,1Ω parallel fallen bei 10A ziemlich genau 0,5V Spannung ab.

    Ab ca, 0,6V würde die B-E Strecke des T1 leitend und dann wäre die Schutzschaltung am Start.

    Eine 1943 habe ich zufällig selber............die nimmt niemals nicht 10A oder mehr.

    Also sehe ich da eher einen Netzteilfehler als Überlast. Die paar Prozent Toleranz ändern nix an meiner Auffassung.

    Aber Du könntest diese Widerstände für die Istwerterfassung ja mal kurz brücken............

    Das wäre ein Erkenntnisgewinn

    W.

    Vacuum-Fachverkäufer

    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbup:

    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • +1

    Wenns nen 1943 Bootleg ist, wird die idR. schon mehr Strom als das Original aufnehmen, aber von 10A wird das recht weit weg sein.

    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. ;)
    Strom macht klein, schwarz und hässlich... ^^

    arcade reloaded

  • Hi,

    danke mal wieder für eure Unterstützung. Ich habe wie vorgeschlagen die Messwiderstände überbrückt, jetzt ist die Spannung auch bei 8A Belastung am ausgebauten Netzteil stabil, habe mir dafür eine Elektronische Last besorgt.

    Also waren es entweder die diskutierten Widerstände oder.... Man sieht den Wald vor lauter Bäumen ja manchmal nicht.... es war der billige China-Jamma-Kabelsatz mit den dünnen Drähten.

    Bisher habe ich das Cab an einer Pandoras Box betrieben, da fließen ja keine nennenswerten Ströme. Mit den Originalplatinen bin ich bisher nicht auf die Idee gekommen, dass der Spannungsabfall ja in den Zuleitungen auftreten kann.

    Also nächster Schritt: GND und 5V-Verbindungen durch anständige Querschnitte ersetzen.

  • Die Isolation ist schön dick und gaukelt Querschnitt vor..........

    Sowas gehört eigentlich verboten!

    Vacuum-Fachverkäufer

    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbup:

    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • Ok, hatte endlich Zeit, den Kabelbaum neu zu ziehen. Jetzt kann ich bei allen Spielen 5V an der PCB (Jamma-Anschluss) einstellen und 1943 läuft jetzt auch ohne Grafikfehler.

    Danke Winni, wie du vermutetest, waren es nicht die Hochlastwiderstände.

    Leider hat das mein Problem immer noch nicht vollständig gelöst. 1943 und Double Dragon laufen super (Jamma-Anschluss). Moon Patrol und Gyruss zeigen komische Videoausgabe (beide älter mit vor-Jamma-Anschluss, also nem Adapter dazwischen).

    Das Problem des Spannungsabfalls ist ja mega nervig. Moon Patrol (bootleg) hängt zusätzlich an einem Adapter. Am Jamma-Anschluss komme ich maximal auf 5,14V, am PCB-Anschluss sind es noch 5,01V und am IC kommen noch 4,89V an.

    Vermutlich liegt es also an der zu geringen Spannung. Wenn ich das richtig recherchiert habe, brauchen die alten PCBs am IC 5,00-5,10V.

    Also nun.... Tja, macht es Sinn den Arbeitspunkt des Reglers R23 zu verschieben? Also R12 und R14 zu verändern? Damit könnte man - vermute ich - eine höhere Ausgangsspannung einstellen (Schaltplan siehe oben).

    Hat jemand vielleicht noch eine andere Idee?

  • Also .......Querschnitt ist hier das Zauberwort.
    Jedenfalls in den beiden Leitungen für GND und die 5V kanns nicht genug sein.
    Und ja, natürlich klaut jede Steckverbindung Spannung im ein- bis zweistelligen mV-Bereich.
    Schön blank machen und eben auf den Querschnitt der Zuleitung achten.
    Nicht weniger als 1,5mm² nehmen, und die Steckverbinder immer doppelt nutzen.
    Siehst Du ja an anderen STVs, da sind GND und Versorgungsspannung immer mehrfach kontaktiert.
    Das teilt die Last auf mehrere Kontakte auf und senkt die Verluste. Kannst die Leitungen auch doppelt legen.

    Dann sollte Dein Problem Geschichte sein. Kannst natürlich die Regelschaltung ändern.
    So daß einige hundert mV mehr ausgegeben werden............kompensiert die Verluste.

    LG
    W.

    Vacuum-Fachverkäufer

    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbup:

    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!