Missile Command Zusammenbau aus Einzelteilen

  • "dicken niederohmigen Widerstand"

    der war kaputt und der Bildschirm geht jetzt an - ich muss jetzt nochmal alle Spannungen am Game PCB Stecker prüfen bevor ich das Game PCB anschliesse - und dann fliegen hoffentlich schon die ersten Atom Bomben ;)

  • Dann prüfe mal nach längerer Laufzeit den Trafo auf übermäßige Erwärmung.

    Wenn den das kalt läßt, kannste das so lassen.

    Verkabelung zum Panel checken, Masseführung / GND

    Vacuum-Fachverkäufer

    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbup:

    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • Alles gut!

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  • Für GND und die 5V Versorgung solltest Du schon min. 1,5 mm² rechnen, nicht zu lang lassen und am Besten mehrfach legen.

    Der Rest der Leitungen ist mit 0,3 bis 0,5 mm² völlig ausreichend. Dann einen 56iger JAMMA dran.

    Sorry für das Hochholen des alten Beitrages, aber hat vielleicht jemand die Werte in Ampere?

    Suche: Missile Command Upright (auch Einzelteile oder defekt)

  • Die Werte sind nicht wichtig.

    Es geht um einen akzeptablen Spannungsverlust im zweistelligen mV-Bereich.

    Nimm GND und die 5V mit gutem Querschnitt, der Rest ist nicht so wichtig.

    Also 2x 1,5mm² für GND und 5V sollte reichen.

    Und nicht unnötig lange Leitungen verlegen.

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  • Die Steckverbindung kann einige Ampere pro Kontakt. Da gibts Unterschiede im Design.

    Auf diesen Verbindungen und an der Leitung selbst treten Spannungsverluste auf.

    Weil das alles auch einen Widerstand bedeutet, erwärmen sich Steckverbinder und die Leitung.

    Hier bei den PCBs geht es um die 5V und damit verbunden ebenso um GND als gleichermaßen belastete "Rückleitung".

    Deswegen sind ja diese Anschlüsse und Zuleitungen in der Regel mit mehreren Kontakten / Leitungen parallel realisiert.

    An einzelnen Kontakten sind hier 10 bis 20 mV keine Seltenheit, im normalen Betrieb.

    Je nach Zustand / Alterung kann das auch gut dreistellig werden, dann hast Du aber schon ein Problem.

    Schnell fällt dann die Erhitzung und Verfärbung auf..........das führt dann dazu, daß es schmort und ausfällt.

    Bei neueren PCBs wird wesentlich weniger Leistung benötigt, die sind hier unkritisch.

    Alte große PCBs sind deutlich stromfressender, da kannst Du schnell 0,1 bis 0,2 V Spannung pro Leitung verlieren.

    So dreht man dann am Netzteil die 5V höher auf, bis die 5V an der PCB gemessen stimmt.

    Vacuum-Fachverkäufer

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  • Die Steckverbindung kann einige Ampere pro Kontakt. Da gibts Unterschiede im Design.

    Wobei ich bei diesen verzinnten Platinenverbindern schon immer ein wenig skeptisch war, inwiefern man sich nach Jahrzehnten noch darauf verlassen kann. Ob so ein Federkontakt auf einer verzinnten Leiterbahn gasdicht ist? :/

    Auf diesen Verbindungen und an der Leitung selbst treten Spannungsverluste auf.

    Genau. Da hilft es dann auch nicht, die Dinger mit 2x1.5qmm oder gar 2x10qmm anzufahren. Das Problem ist nicht die Zuleitung, sondern der Steckverbinder.

    In meinem Fall geht es zuzüglich noch um einen zweiten Steckverbinder am Netzteil, weil ich kein ATX verwenden will. Ich mag ATX-Netzteile nicht, weil sie erstens klobig, zweitens unnötig viele starrsinnige Leitungen, und drittens dieses unförmige Gehäuse mit scharfen Kanten und teilweise überstehenden Schrauben haben. Alles kein Thema, wenn es in ein Gehäuse verbaut ist, aber derzeit habe ich nur das Game-Board, so dass es erst einmal auf dem Schreibtisch liegen muss. Stattdessen möchte ich so ein kleineres schutzisoliertes (https://www.ebay.com/itm/152697667129) verwenden. Das hat einen 6-poligen Dioden-Stecker. Diese Stecker gibt es zwar bis zu 5A, die haben dann aber ein Metall-Gehäuse, und Metall möchte ich im Bereich einer fliegenden Verdrahtung in der Umgebung der Platine möglichst wenig haben. Für die fehlenden -5V wird sich noch ein 79L05 in irgend einer Schublade finden.

    BTW: Ich weiss, ich könnte den Stecker einfach abschneiden. Aber das Netzteil wird auch noch anderweitig verwendet.

    Weil das alles auch einen Widerstand bedeutet, erwärmen sich Steckverbinder und die Leitung.

    Ja, P=u*i. Wenn wir annehmen, dass der Kontakt einen ohmschen Widerstand bildet, dann haben wir gar P = R*i^2. Doppelter Strom bedeutet also vierfache Leistung (und somit Erwärmung) am Kontakt.

    Das schwächste Glied der Kette ist in der Regel der Steckkontakt, nicht die Zuleitung.

    Hier bei den PCBs geht es um die 5V und damit verbunden ebenso um GND als gleichermaßen belastete "Rückleitung".

    Deswegen sind ja diese Anschlüsse und Zuleitungen in der Regel mit mehreren Kontakten / Leitungen parallel realisiert.

    Ja. Insofern halte ich es für besser mit 4*0.75 anzufahren als mit 2*1.5.

    An einzelnen Kontakten sind hier 10 bis 20 mV keine Seltenheit, im normalen Betrieb.

    Mit halbem Strom (4*0.75 statt 2*1.5) sollte sich auch der Spannungsabfall halbieren.

    Je nach Zustand / Alterung kann das auch gut dreistellig werden, dann hast Du aber schon ein Problem.

    Schnell fällt dann die Erhitzung und Verfärbung auf..........das führt dann dazu, daß es schmort und ausfällt.

    Ja. Darum halte ich es geradezu dilettantisch, den gesamten Strom (wie in der originalen Verdrahtung) doppelt über nur vier Kontakte (A+1, B+2) zu fahren, die sich allesamt auch noch am gleichen Ende des Steckers befinden. Die Platine bekommt somit ober+Unterhitze.

    An manchen Platinen kann man das auch deutlich sehen.

    So dreht man dann am Netzteil die 5V höher auf, bis die 5V an der PCB gemessen stimmt.

    Mit der Folge, dass der Spannungsabfall an den Kontakten steigt und die Kontakte damit noch stärker belastet werden. Je mehr die Kontakte altern, um so mehr werden sie gegrillt. Ein Teufelskreis..

    Wenn ich mich recht erinnere, war es in den 80er üblich, in der Stromversorgung mit 10% Toleranz zu fahren. Somit halte ich diese Sense-Pins für unnötig. Stattdessen würde ich in Kauf nehmen, dass die Spannung an der Platine in die Nähe der unteren Toleranz (4.5V) fällt, so dass auch die Stromaufnahme der Elektronik sinken sollte. Diesen kleineren Strom auch noch auf jeweils vier Kontakte verteilt, senkt die Wärmeerzeugung je Kontakt um den Faktor 8 (siehe oben). Die Wärme verteilt sich damit auch noch auf beide Enden der Platine. Die (lokale) Erwärmung sinkt somit um den Faktor 16. Die Kontakte sollten damit safe sein.

    Suche: Missile Command Upright (auch Einzelteile oder defekt)

    Einmal editiert, zuletzt von joew (28. Januar 2026 um 12:21) aus folgendem Grund: Klarstellung

  • Ja, klar. Das ist ja bereits gängige Praxis, mehrere Kontakte parallel zu schalten.

    Aber die alten PCBs sind manchmal wählerisch und zickig, wenns um die Spannung geht.

    Manche arbeiten schon mit 4,6V oder so, manche brauchen gute 5V..........ausprobieren.

    Mit vier Kontakten pro Schiene ist man auf der sicheren Seite..........mehr als 5A zieht eigentlich keine der gängigen PCBs.

    Und auf der +12 und der -5 wird nur wenig Leistung benötigt, das überfordert keinen einzelnen Kontakt.

    Das Gegenbeispiel wäre die Hardware für den Outrun...........zwei Platinen übereinander die von zwei 5V NTs versorgt wird.

    Jede PCB bekommt hier ihre eigenen 5V, weil die Konstruktion insgesamt über 10A benötigt.

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  • Und auf der +12 und der -5 wird nur wenig Leistung benötigt, das überfordert keinen einzelnen Kontakt.

    Wobei die -5V AFAIK nur von den RAMs benötigt werden. Diese will ich aber sowieso durch 4164 ersetzen, da weitaus zuverlässiger als die originalen 4116.

    Suche: Missile Command Upright (auch Einzelteile oder defekt)

  • Missile Command ist schon relativ stromhungrig, was die +5V angeht.

    Das originale Netzteil hat zwei 7A Sicherungen parallel für die 10,3 VAC aus der die +5V generiert werden.

    Mit einem Netzteil, bei dem man die +5V nicht einstellen kann, würde ich erst gar nicht anfangen. Das führt erfahrungsgemäß nur zu Problemen. Auch davon auszugehen, dass man die Platine mit einer Spannung von um die +4,5V betreiben kann, ist ein Irrglaube. Nach meiner Erfahrung brauchen vor allem die älteren Spielplatinen eher etwas mehr als +5V, damit sie stabil laufen. Deshalb ist ein einstellbares Netzteil zwingend nötig, am besten eins, was auch dafür gebaut wurde wie dieses:

    Arcade Netzteil, Jamma, Bartop, MAME, Retro

    Wenn man Missile Command nicht mit der originalen AR II Platine betreibt, fehlt auch der Audio-Verstärker und es gibt keinen Sound.

  • Das ist das NT mit dem Längstregler..........und die beiden Sicherungen liegen im AC-Weg der Zweiwegegleichrichtung.

    ALso rechne mal mit max 5A auf der PCB-Seite.

    Aber ja, Audio ist auf dem Atari originalen NT ARII mit verbaut..........ds muß dann noch ein kleiner Amp her.

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  • Missile Command ist schon relativ stromhungrig, was die +5V angeht.

    Ja.

    Aber ich halte nicht viel vom Rätsel-Raten, deswegen meine Frage.

    Das originale Netzteil hat zwei 7A Sicherungen parallel für die 10,3 VAC aus der die +5V generiert werden.

    Auf die schnelle würde man also mit knapp unter 14A rechnen. Das von mir gewählte Netzteil wäre damit überfordert. Aber auch bei ATX muss man aufpassen, da gibt es auch welche, die nur 10 oder 12A können.

    Ist halt die Frage, wie viel Reserve Atari da eingebaut hat.

    Mit einem Netzteil, bei dem man die +5V nicht einstellen kann, würde ich erst gar nicht anfangen.

    Ich wüsste nicht, dass man das bei einem ATX (gängige Empfehlung) einstellen kann.

    Wenn man Missile Command nicht mit der originalen AR II Platine betreibt, fehlt auch der Audio-Verstärker und es gibt keinen Sound.

    Das dürfte mit Abstand das kleinste Problem sein: https://www.amazon.de/Speedlink-USB-…z/dp/B01HDR5EIK (über USB kommt da nur die Stromversorgung von 5 Volt)


    Das ist das NT mit dem Längstregler..........und die beiden Sicherungen liegen im AC-Weg der Zweiwegegleichrichtung.

    ALso rechne mal mit max 5A auf der PCB-Seite.

    Eine Schmelzsicherung ist ja sehr träge. Und um auszulösen muss die entsprechende Wärme (sprich: Leistung*Zeit) aufsummiert werden. Bei der fehlenden Halbwelle fällt ja auch keine Leistung ab an der Sicherung. Im Ergebnis würde ich eine ähnliche Auslösecharakteristik vermuten wie wenn sie parallel geschaltet wären.

    Aber was bitte ist der Sinn solch einer Schaltung? Warum macht man die Sicherung nicht hinter die Dioden? Damit das Gerät nach Auslösen der ersten Sicherung noch vor sich hinhumpeln kann bis auch die zweite auslöst?

    Suche: Missile Command Upright (auch Einzelteile oder defekt)

  • Hier wird m. E. der Trafo geschützt.

    Mehr nicht. Und am End denke ich mal, daß es nicht mehr als 5A DC im Stromweg zur PCB sind.........

    Die Sicherungen fallen nur, wenn eine der Dioden kurzschließen, sind recht großzügig dimensioniert.

    Ich könnte Fälle nennen, bei der ein einzelner Zweig der Zweiwegegleichrichtung zur Versorgung genügt.

    Wenn also eine der beiden Sicherungen fällt, es nicht wirklich auffällt.

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  • Wieso man freiwillig diese Zweiweggleichrichtung verwendet, habe ich noch nie verstanden. Man benötigt die doppelte Anzahl Wicklungen, und den Mittelabzweig. Das ist wesentlich aufwändiger in der Fertigung als einfach eine Graetz-Brücke zu nehmen. Auch wird der Trafo klobiger und schwerer. einziger Vorteil ist, dass man nur eine Diodenstrecke hat.

    Aber im Amiland und in Asien scheint das sehr beliebt zu sein.

    Suche: Missile Command Upright (auch Einzelteile oder defekt)

  • Es wirkt als Verdoppler und spart Siebmittel, ähnlich der Graetz-Schaltung.

    Und hier wird die Ausgangsspannung nur um eine Diodenstrecke verringert.

    Bei diesen recht hohen Strömen und relativ geringer Spannung also nur die Hälfte Verlust am Gleichrichter.

    Mir egal, ich mache mir da keine Gedanken.

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