Wie sahen klassische Arcade Automaten in Deutschland aus

  • Ich kann mich noch gut daran erinnern, mein erstes Mal Donkey Kong zu spielen (man vergisst ja nie sein erstes Mal), es war wohl 1982.

    Ich kann mich aber nicht an das Gehäuse des Automaten erinnern. Ebensowenig bei anderen Spielen, wie Dig Dug, Xevious, Elevator Action usw., die ich damals auch gespielt habe.

    Nun meine Frage: Waren die Gehäuse in Deutschland die gleichen, wie in den USA, also das bekannte blaue Nintendo cabinet für Donkey Kong usw? Alle Automaten, die ich in jüngerer Zeit in Deutschland gesehen habe, schienen Importe zu sein, das heißt, sie hatten keine Münzprüfer für D-Mark und wurden vermutlich auch nicht auf 220V betrieben. Wohl kann ich mich daran erinnern, dass es vom Automatenverleih in unserem Städtchen generische Gehäuse gab, ohne spezielle Aufkleber.

    Weiß jemand, wie die Situation damals im Lande war?

  • Das bekannte blaue Donkey Kong Gehäuse gab es in Deutschland offiziell nicht glaube ich.

    In Deutschland war das unten zu sehende Gehäuse sehr verbreitet, dass wohl in Lizenz gebaut wurde.

    An diesem habe auch ich zum ersten mal Donkey Kong gespielt.

    Es gab auch ein Donkey Kong Wandgerät, dieses wurde von Video Games Lich gebaut.

    Mag sein, dass das Standgerät auch von Video Games Lich war.

    Vielleicht weiß ja jemand, wie das genau mit den Donkey Kong Automaten in Deutschland war.



  • Das Gehäuse auf deinem Bild ist eine deutsche Lizenzfertigung von NSM.

    Den habe ich schon oft gesehen. Innen ist ein Hantarex MTC9000 verbaut mit 19" Röhre.

    Ein kleiner Audio-Amp hinter der Kassentür. Lediglich die PCB ist original Nintendo.

    Und die "Blauen" sind Importe. Lassen sich aber per Steckverbinder auf 230V umrüsten.

    Damals standen in den Gaststätten bevorzugt die Universalgehäuse (aus deutscher Fertigung).

    Das war eine einmalige Anschaffung für den Aufsteller, günstiger als ein Dedicated Cab.

    Durch Platinentausch (evtl. auch das Panel) konnte man im Handumdrehen das Spiel tauschen.

    Nach einiger Zeit gingen begreiflicherweise die Einnahmen zurück, also wurde das Spiel gewechselt.

    Das war dann deutlich wirtschaftlicher.

    Vacuum-Fachverkäufer


    Wissen ist der einzige Rohstoff, welcher sich durch Gebrauch vermehrt! :thumbsup:


    Aus aktuellem Anlaß weise ich darauf hin, daß Reparaturtips nur unter Beachtung der Regeln im Umgang mit elektrischen Geräten befolgt werden sollten!
    Sollten dort Zweifel bestehen, bitte einen Fachmann zu Rate ziehen!

  • Sehr interessant! Dann macht es ja durchaus Sinn, dass ich mich nicht an blaue DK Cabinets erinnern kann (obwohl ich eben nur ein einziges mal überhaupt einen DK Automaten gesehen und gespielt habe, und es ja nun doch schon fast 40 Jahre her ist).

  • Anbei noch ein Bild eines Donkey Kong Bootlegs. Ich glaube das war die Version der englischen Bude Falcon. Ich weiss nicht wie verbreitet der ganze Automat inklusive dem Gehäuse war, dieser hier wurde auf jeden Fall für eine ganz ordentliche Summe verkauft :) Die Platine allein ist in Europe aber sehr verbreitet, es ist also gut möglich, dass du anstatt Donkey Kong Crazy Kong gespielt hast damals :)



  • Oh nein, es war ganz bestimmt Donkey Donkg. Fünf Mark von den Eltern bekommen, 10 Minuten gespielt, kein Mal bis ganz nach oben geschafft, Geld weg, aber ich hab's nie vergessen!

    Für wieviel gehen denn "echte" deutsche DKs über den Tisch? Nintendos blaue Importe gehen ja so zwischen 2-3000€, wenn mal eins auf den Markt kommt. Einen rechten Marktplatz gibt's ja irgendwie auch nicht...

  • Bei uns in der Schweiz war sehr lange Zeit mal einer zu haben für über 2k... Glaube aber nicht dass den am Schluss tatsächlich jemand gekauft hat. Kann dir den aktuellen Marktpreis leider nicht sagen, diese Geräte sieht man nicht mehr sehr oft und ich schaue natürlich meist nur im grenznahen Raum.

  • Die liegen tatsächlich bei anderthalb K und mehr....meistens gehen die unter Bekannten weg.

    Ohne den Umweg der Veröffentlichung.....mir sind etliche solche Fälle bekannt.

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  • Das blaue Gehäuse... generalüberholt, mit Switch für zwei Boards (Donkey Kong und Donkey Kong Junior), Highscoresave Kit, Handbüchern und Ersatzteilen ging im Dezember letzten Jahres bei ukvac für 2350 GBP über den Tisch.

    Eine Menge Geld. Dafür könnte man sich z.B. einen gebrauchten Transporter kaufen und vier Universalcabs aus der ganzen Republik verstreut abholen und herrichten =O

  • Ich nicht!

    Komme null und garnicht damit klar!

    Bin aber auch eher aus der Flipperfraktion.

    70iger.......und die Videospiele haben mich nie interessiert.

    Dort habe ich aber reichlich Münzen eingeworfen.........

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  • Der deutsche Donkey Kong war z.B. in Lizenz von Automaten Hoffmann produziert.


    Klassische braune Automaten, mit schönem Marquee, Bezel und Controlpanel.

    verbaut war dort in der Regel ein 4 lagiges DK PCB.

    Die waren ganz typisch (wenigens hier im Norden).

    Das Gerät was ich damals im Hamburger HBf spielte steht noch irgendwo bei mir im Keller... kostete mich als gewechselt wurde 5DM im Hauptbahnhof. Der Transport war sehr ungewöhnlich im Golf 1...

  • Hier in HH-Harburg in einer Spielhalle stand damals ein Crazy Kong. Fand ich besser, da der in der ersten Runde nicht von 25m gleich auf 100m gesprungen ist.

    (soweit ich mich erinnere :))

    Schlechte Angewohnheiten soll man sich abgewöhnen. Ich hab mit der Arbeit angefangen.


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  • Hier in HH-Harburg in einer Spielhalle stand damals ein Crazy Kong. Fand ich besser, da der in der ersten Runde nicht von 25m gleich auf 100m gesprungen ist.

    (soweit ich mich erinnere :))

    Ja mit trick 17 ... einfach rückwärts in blaue springen... Leiter nehmen und ganz nach rechts grins ab und zu spingt er aber zurück und dein leben ist verloren

  • Wo genau stand der Automat im HBF HH? Bei den ganzen Junkies kann ich mir vorstellen, dass der regelmäßig leergeräumt wurde..

    "WARNING - take a look at this battleship, keep your finger on the trigger rookie"