Gibt es eine Art GEMA Verwertungsgesellsch. für ältere Spiele bzw. für Arcade Spiele?

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    • Gibt es eine Art GEMA Verwertungsgesellsch. für ältere Spiele bzw. für Arcade Spiele?

      Sehr geehrtes ArcadeZentrum Forum,

      Als erstes möchte ich ein dickes Lob an unsere Admins und an die vielen enthusiastischen Mitglieder und kreativen Cab-Bauer aussprechen. Ich freue mich hier zu sein, finde diesen Forum nicht nur toll, sondern sehe ihn als Teil eines mühsamen Kulturerhalts, denn auf die kurzlebige, gewinnorientierte Videospielindustrie darf man(n) sich nicht verlassen, sonst ist man(n) verlassen...

      Als Zweites mein Anliegen. In meinem italienischen Stammlokal bin ich vom Besitzer angesprochen worden, bzw. hatten wir beide die Idee, ob wir an den vielen freien Ecken nicht ein selbst gebautes MAME Cabinet für Arcade Spiele und/oder einen selbst gebauten virtuellen Flipper hinstellen sollen. Das sind zwar Riesenprojekte(!), aber dank einer lebhaften Community und guten Handwerkern aus meinem Freundeskreis steht man nicht alleine da und auch nicht vor einem unlösbaren Problem.

      Aber zu einer Sache, da konnte ich leider GAR NICHTS finden, trotz dessen dass ich mich im Netz wundgesucht habe:

      Gibt es eine Verwertungsgesellschaft, wie die GEMA für Musikrechte, wo man einen einheitlichen Obulus bezahlen kann, damit man solch einen Automaten in einer Kneipe betreiben kann, ohne gleich vom Ordnungsamt Ärger zu bekommen oder eine/mehrere Anzeige(n) von Nintendo, Taito, Konami, etc. am Hals zu haben? Meine Frage bezieht sich auch auf die virtuellen Flippertische von William und Bally.

      Bitte versteht mich an dieser Stelle falsch, von der verhassten GEMA und anderen Mafia-Verwertern halte ich auch nicht viel, jedoch habe ich einfach keine Zeit & Lust für ein Board wie dieses:

      jammaboards.com/store/138-in-1…-multigame-jamma-pcb.html

      oder dieses:

      jammaboards.com/store/19-in-1-…quality-b-pcb-19in1b.html

      zu jedem Urheber hinzudackeln nach den Rechten zu fragen. Auch wäre es (für unsere jetzige Ausgangssituation) keine Option, für alle Spiele das Original, in welcher Form auch immer, besitzen zu müssen.

      Damit der Automat möglichst authentisch wirkt, soll da natürlich ein Münzprüfer rein. D.h. die Gäste sollen nicht gratis Spielen, aber gleichzeitig wäre das nur ein Amusument-Automat für einen günstigen Spaß zwischendurch.

      Wenn mir der eine oder andere unter euch hier weiterhelfen könnte mit Tipps, Erfahrung und Hinweisen, damit ich mit dem Gesetzgeber oder dubiosen Rechtevertretern kein böses Erwachen erleben muss, dann wäre ich euch sehr dankbar dafür!

      Im Voraus schon mal Danke für eure Mühe und schöne Frühlingstage noch,

      euer dracoony


      PS:
      Gibt es mittlerweile eine Liste von Arcade Spielen und virtuellen Flippertischen, welche man auch gewerblich, also wie in meinem Fall in der Kneipe, ohne Konsequenzen kostenlos nutzen kann/darf ?
      Ein erheblicher Teil unserer heranwachsenden Generation in einem Satz beschrieben:
      Keine Erschaffer, keine Kreativen, nur Konsumenten.
    • Hi dracoony,

      erstmal willkommen im Forum!

      Meines Wissens halten die Herstellerfirmen in den meisten Fällen die Rechte an den Spielen. Die wenigsten sind freigegeben...
      MAME mit ROMs geht rechtlich garnicht, in allen x in 1 Platinen ist MAME-Sourcecode verbaut und sind nicht lizensierte ROMs eingebettet.

      Alternative: der Kauf einer gebrauchten originalen Spieleplatine in einem normalen Automaten löst das Urheberrechtsproblem. Selbst Bootlegs sind eigentlich illegale Kopien, wenn man genau sein will.

      Die Frage ist letztendlich nur: wer kommt kontrollieren? Das allerdings kann ich nicht beurteilen...
    • Willkommen an Board

      Ich rate dir von solchen Plänen ab. Der Italiener in meinem Heimatnest hat ärger von Sky bekommen weil er im Raucherraum Sky hat laufen lassen und das nicht für sein Gewerbe angemeldet war. In diese kleine Kneipe verirren sich aber keine Fremden sonder es sind immer nur die selben Mützen ausm Dorf.

      mikemcbike schrieb:


      Die Frage ist letztendlich nur: wer kommt kontrollieren? Das allerdings kann ich nicht beurteilen...


      Irgendein Arsch ist immer unterwegs.



      Kauft euch ein Original Cab (welches auch immer), dann schaut hier oder in der Bucht nach Spielen. Wenn Spiel anklang findet laßt es laufen, wenn nicht könnt ihr es wieder verkaufen. Legt euch ne kleine, feine Sammlung zu und wechselt einfach durch.
      Frage ist jetzt nur wie das mit versteuern der Einnahmen aussieht.
      Für den Inhalt meiner Beiträge ist der Kioskbesitzer verantwortlich!

      Von allem was mir ist verloren gegangen, hab ich am meisten an meinem Verstand gehangen!
    • Houdini schrieb:

      Und wie sieht es mit dem Jugendschutz aus?


      Houdini spricht wahr.
      Auch Geldspieler in Kneipen müssen (soweit ich weiß), so aufgestellt sein das das Thekenpersonal überwachen kann das kein Minderjähriger an den Kisten zockt. Das würde bei ner Daddelkiste dann auch so sein. Das ist halt alles nicht so einfach in unserem Land.
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    • mame cab basteln und dann mit kredits geld erwitschaften kannste dir abschminken . nen einfaches unicab hinstellen , auf freispiel mit ner pcb die kindergeeignet ist wäre schon grauzone . da reicht irgendnen arsch der alarm macht und schon haste theater am hals .
      das dingen muss ja nicht nur dem jugendschutz rechnung tragen , sondern dazu auch noch elektrisch koscher betrieben werden .

      ps. hier in duisburg kenne ich mittlerweile paar locations wo unterhaltungsgerät permanent auf freispiel steht und quasi als schmankerl für die gäste dient . der wirt spart sich so den scheiss mit steuer usw. lohnt sich ja zb auch nicht ein oder zwei kicker aufzustellen , wo du nur abdrückst und nix reingeschmsisen wird. steht das dingen auf frei , wird den ganzen abend gezockt und die bude is voll . jede mark die nicht am kicker verdient wird geben die leute doppelt für saufzeugs aus . hat sich soweit ich weiss auch noch keiner beschwert .
      yar mumma brought me here !
    • Geh doch zu deinem LRA (nein nicht LKA;) oder Stadtverwaltung. Lass dich dort beraten, dafür sind die da. Die kassieren schließlich mit.
      Zudem hast du dann gleich alles in der Hand, was du wissen musst, und was du machen musst, um hier das ordentlich zu betreiben.

      Für die Gewerbliche Nutzung ist im Normalfall kein Spiel vom Hersteller frei gegeben (auch wenns super alt ist), nur für die private Nutzung. Raubkopien gehen in der Öffentlichkeit gar nicht (Bootlegs etc...wobei das wahrscheinlich eh keine Checkt). Jugendschutzgesetz gilt. Aufgrund des Alters vieler Spiele haben die keine FSK Kennzeichnung, und sind damit direkt FSK 18. Je Automat muss separat etwas abgeführt werden. Videospielautomaten sind teurer als Geldspieler (haben wahrscheinlich einen schlechteren Einfluss auf die Umgebung ;)

      Sprich doch auch mit einem Automatenaufsteller in deiner Nähe. Das ist ja schließlich Ihr Geschäft. Die können auch Auskunft geben. Evtl. kann auch der Gaststättenverband etwas dazu sagen, oder an die richtige Stelle verweisen.

      Du brauchst das halt rechtssicher, sonst gibt es in der Gastro richtig Ärger wenn die dir draufkommen.
      Wenns um Steuern usw. geht wissen die entsprechenden Stellen schon wie die ihren Pappenheimern drauf kommen.
      Wie man in den Wald hineinschreit....

      Bei Fragen mit Antwort A oder Antwort B ist es falsch mit "ja" zu antworten....
    • Oh je oh je, das ist ja deprimierend. Eigentlich habe ich das fast befürchtet. Also eine originale Platine von nur einem Spiel geht gar nicht...wäre nach meiner Ansicht nur mit den originalen Kabinen sinnvoll. Aber aus Platzgründen geht das nur mit einem MAME Automat. Halt für jeden Geschmack etwas. Dafür leben wir doch im dritten Jahrtausend ;)

      Trotzdem bin ich noch etwas irritiert und muss mit ein paar Fragen nachhacken:

      - kann man nicht einfach pauschale Lizenzgebühren an die MAME Macher bezahlen und damit das "Problem" auf jemanden anderes Verlagern? Sorry, hört sich egoistisch an, ist aber nicht so gemeint, da bestimmt nicht wie beschrieben oder ähnlich machbar...

      - wenn die Automatenbenutzung kostenfrei wäre, wie wäre das dann?

      - in dem Laden gehen sowieso nur Kunden ab 18 rein, zur Not könnte man ein Schild / Kleber drauf machen mit Hinweis auf Jugendschutz, wäre es dann i.O.?

      - Wie ist es mit den schönen Stickern und Artworks für so ein Cabinet? Wenn ich da als Nintendo Fan den Selbstbau z.B. mit donkey kong oder double dragon beklebe, darf ich das in einem Lokal? Auch wenn ohne Münzeinwurf gespielt wird? Im besten Falle kauf ich mir doch die Rechte in dem Moment wo ich teuren Artworks kaufe, oder?

      - - - Aktualisiert - - -

      Sorry ich war noch nicht fertig, wegen dem verkackten Android Tablet. Also zum Texte schreiben ist das der letzte Scheiß...

      - wahrscheinlich gilt die rechtliche Situation auch für einen virtuellen Pinball, sowohl Tische als auch Artwork. Wobei ich mir vorstellen kann dass es hier etwas einfacher ist wenn man z.b. nur bally tische verwendet und sich auch nur an die wendet bzgl. Der Lizenz.

      - wie machen es z.B. die App Entwickler wenn die ein Arcade Spiel wie R-Type in den Store zum Verkauf stellen ?

      Jetzt habt ihr den Salat, kaum bin ich im Forum angemeldet, schon nerve ich mit Fragen über Fragen. Danke nochmal für die bisherigen Antworten und Hilfestellungen. Mit etwas mehr Erfahrung hoffe ich, etwas davon zurückgeben zu können.

      Viele Grüße,

      dracoony
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    • Auch einfach mal zum Thema im Archiv vom AZ stöbern...
      alles schon 100 mal debatiert....

      1. <AZ-Interlink>
      2. <AZ-Interlink>
      3. <AZ-Interlink>

      mal Abgesehen von oben genannten Punkten, um noch zwei Stichworte zur Spitze des Eisberges der "Regelungen & Genehmigungen" zu nennen:

      - § 12 Abs. 3 und 4 VergnStS
      - Zulassung der Geräte bei Aufstellung in der Öffentlichkeit (u.a. Lokale) durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt
      Ultimate Arcade Cabinet
      Shmupsi & Bemupsi
      Jekyll & Hide
      Naomi2 MoBo goes Jamma

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Helltrasher ()

    • Vergiss einfach alles was mit Emulation (Arcade/Pinball) zu tun hat in der Öffentlichkeit. An die MAME Crew was zu zahlen bringt nix. Die freuen sich mit Sicherheit über die Kohle, aber die Rechte an den Spielen liegen immer noch bei den Entwicklern.
      Nur weil Porsche dir das Fahrzeug zur testfahrt gibt heißt es nicht das sie auch die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen zahlen.
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    • Also ich persönlich würde mich Annis Meinung und Rat anschließen wollen. Ein schmuckes Universal-Cab, das ihr gerne nach Lust und Laune verzieren könnt, ne gute Platine rein und das Teil auf Freispiel. Mit ner Platine drin kannste bei Badarf auch den Münzprüfer aktivieren. Es gibt durchaus Spiele, die das Publikum derart an der Kiste hält, dass eine Auswahl von x hundert Spielen gar nicht sein muss. Im Gegenteil halte ich das in einer Kneipe für kontraproduktiv, weil du damit nur provozierst, dass sich einer Stunden lang an der Kiste rumdrückt und NIX konsumiert, weil er Angst hat, seinen Platz am Cab zu verlieren ;)
    • Solange dich keiner Anschwärtzt, kannst du machen was du willst. ;)
      Nur wir sind in DE... irgendjemand kommt immer und macht Ärger.
      Deswegen an die Öffentlichen Stellen wenden.
      Wenn du im Automaten ein Bootleg oder ne XinX Platine nimmst, fällt das sicher im ersten Moment nicht auf, das es ein Nichtlizensierter Clon ist. Gibt ja auch Lizensierte (z.b. Ultracade,CrystalSystem) die sind halt nicht so billig wie die ChinaTeile. Ohne Lizenzen kanns halt Probleme machen.

      Kuck mal hier: berlin.de/ba-lichtenberg/wirts…schaft/wirtschaft018.html

      Wie gesagt ist vom Bundesland her unterschiedlich, zudem musst du erstmal wissen, wie dein Bundesland die Geräte die du Aufstellen willst beurteilt.
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      Bei Fragen mit Antwort A oder Antwort B ist es falsch mit "ja" zu antworten....
    • wie bereits angedeutet "machen oder nicht machen". ausgehend vom zu erwartetende publikumsverkehr in kneipen, ist nicht mit komplikationen "wie anschschwärzung" zu rechnen.der vorsatz den einsatz des geräts zu legaliseren ist löblich aber nicht umsetzbar. wenn die kiste professionell aussieht wird niemand auf die idee kommen, dass das sie es um ein urhg bedenkliches gerät handelt. vom einsatz eines münzprüfers würde ich allerdings abraten, da die eigene schöpfung nicht über die realisierung einer beklebten holzkiste hinausgeht und die bereicherung am werk anderer u.a. ethisch bedenklich ist.
    • Uiuiui... so ein Vorhaben in Deutschland scheint ja richtig einfach und unkompliziert zu sein...und ich habe mich immer gewundert warum die schönen Spaßautomaten seit vielen Jahren praktisch ausgestorben sind. Jetzt habe ich die ernüchternde Antwort über die Links von Helltrasher bekommen, ein depremiertes Danke kann ich an der Stelle nur entgegenbringen :(

      Dann soll unsere Jugend sich weiterhin am Smartphone verblödeln und sich dank youp*** ohne Zugangskontrolle aufgeilen, und später als "Erwachsene" Bug of Rar zocken bis das Bankkonto pfeift...Der ganze Geschiss ist ja echt Z-U-M--K-O-T-Z-E-N-!-!-!

      Ich kann nur hoffen dass irgendwann eine Generation von Arcade- und ehemaligen Homecomputerspieler in die Politik reinwächst und dem Humbug ein für alle Mal beerdigt. Im Grunde, und langfristig betrachtet, leidet dadurch ein kleiner Teil von Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit darunter. Wenn man auf die Amis rüberschielt dann wird man feststellen dass die dortige Szene viel aktiver agiert, und sogar produziert und exportiert! (Cabinets, fertige Automaten, Zulieferteile etc.)

      Bei einem Szenario habe ich noch ein wenig Zuversicht: sollte das Thema Retro und Arcade in den nächsten Jahren hierzulande mehr und mehr in Mode kommen und vielleicht den Maistream (wieder) erreichen, dann wäre es nicht unrealistisch dass ein Global Player wieder Seriencabinets baut und eine Diskussion losfacht, welche in einer gerechteren und arcadefreundlicheren Reglementierung dieses Jugendschutz- und Steuerhirnrisses mündet.

      Bis dahin werde ich in die (virtuelle) Flipperszene ausweichen und mal dort in einschlägigen Foren auseroieren, ob unser Vorhaben eines HyperPin42 (Steuer-)rechtlich machbar(er) wäre, oder ob ich letzten Enden in den Hauskellerhobbyraum ausweichen muss.

      Übrigens ist der Hinweis mit einem Verein nicht schlecht. Ein Funke Hoffnung kommt bei mir auf...

      - - - Aktualisiert - - -

      Lieber mac:mame,

      ich wäre herzens gerne bereit fair gerechnete Lizenzgebühren, oder prozentuale Teilnahme an den Einnahmen eines solchen Automaten, an die geistigen Eigentümer der Spiele und sogar an den Entwicklern von Emulator und FontEnd abzuführen. Mit einem richtigen Ansatz hätten alle was davon. Aber hinter, z.T. sogar längst insolventen, Publishern herzudackeln und anzufragen, würde ein schwieriges Unterfangen werden (sowie ich das bisher so wahrgenommen habe, ich hoffe dass ich mich irre). Wahrscheinlich würde sowas besser gehen, wenn man groß genug ins Geschäft einsteigen würde und Lizenzverrtäge abschließen würde, ähnlich wie es manche App-Entwickler machen die Arcade-Spiele (teilweise sogar überarbeitet) in den digitalen Stores verkaufen.
      Ein erheblicher Teil unserer heranwachsenden Generation in einem Satz beschrieben:
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    • ich ich bereits schrub, ist es löblich das vorhaben rechtlich abzusichern aber auch noch ein hehres ziel (und arcadeliebe) ändert nichts an rechtlichen tatsachen. wenn du dein geplantes gerät einen münzprüfer betreibst und dazu noch einen gerwerblichen nutzen zuführst setzt du dich der gefahr aus, dass du zusätzlich zum urheberrecht (urhg) und zivilrechtlich auch noch wegen unlauteren wettbewerb (uwg) belangt werden kannst :( von sonstigern behördlichen verordnungen und regelungen bzlg. aufstellung von derartigen gerätschaften ganz zu schweigen.

      wegen der gewerblichen nutzung von mame gibt es seitens mamedev.com ein klares statement: no!. dass das nicht jeden vertreiber (u.a. die von dir angeführten beispiele) stört ist eine andere sache. beim emulator ist aber bereits ende im gelände. mame und gewerbliche nutzung *buzzerton* -> mamedev.org/legal.html

      die sache mit der lizenziesrung der spiele ist die einzige möglichkeit sich dahingehen abzusichern; aber lohnt sich das wegen einem gerät? du kannst ja z.b. bei atari deutschland (frankfurt) anfragen wie mit der lizenzierung einer ihrer klassiker aussieht.
      wegen den sequels: ich glaube die praktische umsetzung beansprucht weniger zeit als das aushandeln der nutzungsrechte :D .
      dass es obwohl er vorherrschenden retro-spiel-welle keinen ganzheitlichen ansatz zur nutzung aller "golden age arcade titel" liegt sicher in der tatsache begründet, dass der damit verbundene aufwand weitaus größer wäre als der zu erwartende ertrag.
      von daher würde ich den kürzeren weg gehen und das gerät "einfach aufstellen". ich kann mir nicht vorstellen, dass ein sich eine entsp. kompetente person in dein etablissement verirrt und dir, aufgrund des aufgestellten geräts, das leben zur hölle macht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von mac:mame ()

    • vergiss alles was gewerblichen charakter hat . sobald du was mit einnahmen machst hast du sofort alle am hals . das würde ich mal nicht unterschätzen . rechtliche probleme was aufstellung von automaten angeht sind sicherlich die grösste hürde. und da wo geld reinkommt ist der fiskus sofort zur stelle . was meinst du wenn du einfach was mit geldeinwurf hinstellst und das mal nen jahr oder so läuft . dann kommt irgendnen übereifriger stadtochse vorbei und der arsch brennt . in den abgebrannten kommunen zwischen köln und dortmund haste schon theater wenn mal nen container 2 cm zu weit aussem parkstreifen steht oder du nach dem ersten märz deinen buchsbaum im blumenpott schneidest. wenn du pech hast , kannste dann für monatliche aufstellgebühr + steuerschätzung , nicht vorhandene genehmigungen usw. usw. abdrücken. ich weiss nicht ob du nach nem jahr spass hast irgendwie paar grands rauszuhauen ,weil dich irgendnen zitronenschubser anscheisst. ich meine solingen ist nich unterhaching . da haste doch genug asis rumlaufen . mit viel informieren kannste das als reine spasskiste für lau halbwegs wasserdicht geregelt bekommen . so wie nen kindergespassels im toys r us oder ne tischtennisplatte im jugendheim . aber sobald das irgendwelche gewerblichen züge annimmt weckst du schlafende hunde . ich sage mal ist da schon nen münzprüfer drin und jemand kommt zur inspektion vorbei , haste schon nen echtes problem . so naiv kannste doch nicht sein .. in zeiten wo armeen von abmahngeiern unterwegs sind glaubt doch niemand mehr an die gutmenschen ? und blöd schützt auch vor strafe nicht .
      yar mumma brought me here !

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ApfelAnni ()

    • Lieber mac:mame, lieber ApfelAnni,

      Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten und den wertvollen Minuten, welche Ihr für mein Anliegen geopfert habt. Mit eurer Hilfe habe ich eine grobe Vorstellung davon, wie dieses unberechenbare Mienenfeld bestückt ist und wie man mit hoher Wahrscheinlichkeit da ohne Amputation sich herauslaveniert. Als erstes bleibt der Münzschlucker weg, und zusätzliche (reversible) Hinweisschilder über Altersfreigabe und über nicht-kommerzielle Nutzung. So ein Automat würde dann sowieso in Sichtweise des Sportbarbesitzers aufgestellt werden. D.h. er oder seine Frau hätten das Geschehen jederzeit im Blick.

      Parallel dazu finde ich die Idee aus diesem Forum mit dem Retrogamer-Verein für Mitglieder auch ganz toll. Und braun gesinnt ist von meinem engen Bekanntenkreis glücklicherweise niemand.

      Beste Grüße und sonnige Frühjahrstage wünsche ich euch,

      dracoony
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